(Bild: G.A.)
(Bild: G.A.)

„Noch nie vorher hatte ich meine Anlage so gehört"

Leseranlage – Avantgarde Acoustics, Lyngdorf, Merging

„Langjährigen STEREO Lesern kommt dieses Bild vielleicht bekannt vor: Im Jahr 2003 wählten sie mich mit der Trio von Avantgarde Acoustic und dem betonierten Basshorn zu Deutschlands größtem HiFi Fan.

Damals war die Anlage vor allem eines: Laut. Die Marantz-Elektronik war schlicht, wie Herr Böde damals richtiger Weise feststellte, und das Timing aus heutiger Sicht furchtbar. Der Treiber des Basshorns spielt etwa 5m von den andern Lautsprechern entfernt im Keller des Hauses. Das war damals unkorrigiert und somit „hinkte“ der Bass dem Musiksignal deutlich hinterher.

Ein Meilenstein war der Lyngdorf TDA 2200 mit RoomPerfekt™. Dieser Digital-Verstärker hat einen Subwoofer-Ausgang, der einstellbar zum Hauptsignal „voreilt“. Damit war der Bass zum Rest zeitrichtig, RoomPerfekt™ sorgte für tonale Ausgeglichenheit.

Damit war ich einige Jahre sehr zufrieden, bis ich vom AudioVolver hörte; ein System, das die Raumakustik und gleichzeitig die Schalllaufzeiten korrigiert. Heißt, nicht nur der Bass zum Gesamtsignal war zeitrichtig korrigiert, sondern auch die anderen Lautsprecher untereinander. Damit das funktioniert, wird die Raumakustik am Hörort gemessen, aus den Daten Korrekturfilter errechnet und diese in den AudioVolver eingespielt. Das Errechnen der Filter ist normalerweise ein Service des Herstellers, um aber nicht bei jeder Veränderung externe Dienste in Anspruch nehmen zu müssen, erwarb ich mit dem Gerät auch die dafür notwendige Software. Diese heißt Acourate und stammt von der Firma AudioVero.

Mit Einzug des AudioVolvers ersetzte ich die originalen Hoch- und Mitteltontreiber der Trio durch TD-2001 und TD-4001 von TAD, einer Pioneer-Tochterfirma. Das sind super Horntreiber mit Beryllium-Membranen, die es bereits seit den siebziger Jahren gibt. Mit angepassten Frequenzweichen und den passenden Filtern im AudioVolver war das ein tolles Hörerlebnis.

Was mir keine Ruhe ließ waren die passiven Frequenzweichen; diese wollte ich eliminieren. Einzige Möglichkeit: Umbau auf ein vollaktives System, bei dem jeder Lautsprecher seine eigene Endstufe hat und die Frequenzweiche in elektronischer Form realisiert ist. Die Hardware dazu besteht aus 3 x Lyngdorf SDA-2400 für Hoch/MitteHoch/MitteTief, ein Verstärker aus dem PA-Bereich für den Bass und als Soundkarte Merging HAPI mit 8 x DAC.

Zum Erstellen der 2 x 4 kanaligen digitalen Frequenzweichen kam wieder Acourate zum Einsatz, ein wirklich mächtiges Software-Werkzeug. Der Frequenz- und Phasengang eines jeden Treibers sowie sein Abstand vom Hörort wird für jeden Kanal individuell in die Weiche eingerechnet, wodurch 8 Korrekturfilter entstehen. Zum Abspielen dient AcourateConvolver, ein weiteres Programm von AudioVero; von der Funktion vergleichbar mit dem AudioVolver, nur softwarebasierend. Er verarbeitet die Filter, übernimmt die Lautstärkeregelung und steuert über die Soundkarte die 8 Endstufen an.

Das klingt alles recht einfach, aber ich musste viel lernen. Mein aufrichtiger Dank geht an dieser Stelle an Dr. Ulrich Brüggemann von AudioVero. Ohne ihn hätte ich es nicht geschafft, dieses komplexe System zum Klingen zu bringen. Und damit komme ich zum Punkt, warum ich hier schreibe: Noch nie vorher hatte ich meine Anlage so gehört. Sie spielt dermaßen auf den Punkt, dass ein Schlagzeugeinsatz fast schon erschreckend ist. Man hört keinen Lautsprecher, die Musik füllt den Raum, losgelöst von allen Schallerzeugern. Und - bei Bedarf ist es immer noch laut."

Komponenten:

  • Avantgarde Acoustic Trio
  • Lyngdorf SDA-2400
  • Merging HAPI- Acourate Convolver

Hinweis: Text und Bild wurden uns freundlicherweise durch G.A. zur Verfügung gestellt und hier veröffentlicht. Die Inhalte repräsentieren in keiner Weise die Meinung der Redaktion STEREO.

Zur Übersicht

STEREO-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im STEREO-Newsletter.

Jetzt registrieren