Das aktuelle Abrechnungsmodell bevorzugt populäre Künstler (aus www.deezer.com/ucps)
Das aktuelle Abrechnungsmodell bevorzugt populäre Künstler (aus www.deezer.com/ucps)

Streaming-Dienste

Deezer will Künstler fair vergüten

Immer wieder beklagen Musiker, dass sie am Streaming kaum etwas verdienen. Das betrifft insbesondere die weniger bekannten Künstler, während die Top-Acts ganz ordentlich von Spotify, Deezer & Co. kassieren.

Schuld daran ist das bisher von allen Streaming-Diensten praktizierte Abrechnungsmodell. Beim klassischen CD-Kauf etwa wird der Künstler unabhängig davon vergütet, wie oft die Scheibe zu Hause abgespielt wird. Dagegen zählt beim Streaming die Anzahl der Streams eines Künstlers im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Streams dieses Dienstes. Das führt dazu, dass besonders populäre Künstler im Vergleich zu kleineren, lokalen oder Nischen-Acts und -Genres einen unverhältnismäßig hohen Anteil bekommen. Denn sie haben nicht nur besonders viele Fans, sondern werden von denen auch noch besonders oft gestreamt. Der Streaming-Dienst Deezer wirbt nun stattdessen für ein Nutzer-basiertes Abrechnungsmodell. Das funktioniert so: Wenn ein einzelner Abonnent einen bestimmten Song zum Beispiel 10 Mal im Monat abruft und dieser Abonnent insgesamt 100 Songs in diesem Monat streamt, würden die Rechteinhaber des betreffenden Songs 10 Prozent der Netto-Abogebühren dieses Nutzers erhalten. Wenn ein eher Charts-orientierter Nutzer einen bestimmten Song 100 Mal im Monat abruft und insgesamt auf 1000 Streams in diesem Monat kommt, würden die Rechteinhaber dieses Songs ebenfalls 10 Prozent  der Netto-Abogebühren dieses Nutzers erhalten. Das Modell würde weniger bekannte Musiker begünstigen und zudem Manipulationen durch Computer-generierte Massenbabrufe erschweren. Und die Vergütung würde weniger von Dauer-Nutzern beeinflusst, die Streaming-Dienste als Hintergrundbeschallung laufen lassen. Zudem ist das Modell transparent: Der Abonnent zahlt nur für die Künstler, deren Musik er tatsächlich hört. Deezer-Premium-Kunden können ab sofort über www.deezer.de einsehen, wie viel von ihren Abogebühren nach dem derzeitigen Modell an die von ihnen gehörten Künstler geht und wie viel es nach dem Nutzer-basierten „UCPS“-Modell (User-Centric Payment System) wäre.

www.deezer.com/ucps

 

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