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09.12.2018

Jeder Vierte zahlt für Musik-Streaming

Anteile der Streaming-Dienste in Deutschland (Grafik: Professur für Marketing & Media, Universität Hamburg)

Eine groß angelegte Studie zur Musiknutzung in Deutschland mit über 5000 Befragten hat erste Ergebnisse erbracht. Demnach zahlen 24 % von ihnen für einen kostenpflichtigen Musik-Streaming-Dienst. Unter den Premium-Abonnenten ist Spotify mit 51 % der Nennungen klarer Spitzenreiter – nur die abgespeckte Version „Amazon Music Prime“, die ja in jedem Amazon-Prime-Abo enthalten ist, kommt mit 46 % annähernd an den Marktführer heran. Die vollwertige Version „Amazon Music Unlimited“ haben nur 13 % abonniert, Apple Music 11 %, Deezer 6 und Napster nur 2 %. Bei der Musik-Nutzungszeit liegt die Wiedergabe lokal gespeicherter Dateien mit 3 Stunden 33 Minuten pro Woche aber deutlich vor dem Premium-Streaming (2 Stunden 11 Minuten), der Wiedergabe physischer Tonträger (1 Stunde 42), Musik auf Youtube (1 Stunde 27) und der Nutzung von Gratis-Musik-Streaming-Diensten (53 Minuten pro Woche). Mit der Tonqualität der Streaming-Dienste sind die Befragten überwiegend zufrieden, allerdings wäre jeder Vierte unter Umständen bereit, für „bessere Tonqualität im digitalen Bereich“ mehr zu zahlen – diese Menschen haben offenbar noch nie etwas von Qobuz, Tidal, Highresaudio, etc. gehört. Ebenfalls ein Viertel der Befragten besitzt weniger als 10 physische Tonträger. 23 % der Umfrageteilnehmer gaben an, Musik am häufigsten über die integrierten Lautsprecher von Smartphones, Tablets oder anderer All-in-One-Geräte zu hören. Weitere 18 % hören am meisten über Kopfhörer am Porti – und immerhin 33 % am häufigsten über die Boxen der Anlage. Die Studie läuft insgesamt über drei Jahre. Auftraggeber sind die bedeutendsten musikwirtschaftlichen Verbände und Institutionen Deutschlands, darunter die Plattenfirmen, die  Konzertveranstalter, die GEMA, etc.

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