(Quelle: Langzeitstudie Musiknutzung, Grafik: STEREO)
(Quelle: Langzeitstudie Musiknutzung, Grafik: STEREO)

Amazon Music holt auf

Die deutschen Musikverbände haben die zweite Tranche ihrer Langzeitstudie zur Musiknutzung in Deutschland veröffentlicht.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ranking der meistgenutzten kostenpflichtigen Musik-Streaming-Dienste deutlich verschoben: Unangefochtener Marktführer ist mit kaum veränderten 52 Prozent der Premium-Abonnenten Spotify, aber auf Platz 2 folgt unter den Premium-Diensten nun Amazon Music Unlimited, den 20 % aus dieser Gruppe abonniert haben. Im Vorjahr lag er noch bei 13 %. Apple Music ist dagegen von 11 auf 9 % abgerutscht. Danach rangiert noch Deezer bei unveränderten 6 % – der Rest folgt mit einigem Abstand unter „ferner liefen“. Insgesamt haben 26 % aller Befragten einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst abonniert (Vorjahr 24 %) – das sind deutlich mehr als die Hälfte derjenigen, die überhaupt Geld für Musikkonserven ausgeben. Beim Umsatz mit Audio-Streaming hatte der Bundesverband Musikindustrie freilich einen noch kräftigeren Zuwachs gemeldet (wir berichteten). Grund dafür sei, so teilt uns der Verband auf Anfrage mit, dass viele Nutzer, die früher einen Streaming-Dienst im Verbund mit einem Mobilfunkvertrag abonniert hatten, nun ein direktes Vollzahl-Abo abgeschlossen hätten, an dem die Labels mehr verdienen. Auf die Frage, mit welchen Gerätschaften sie am häufigsten Musik hören, antworteten erschreckende 32 % „über die Lautsprecher direkt aus dem technischen Gerät“ (Vorjahr 23 %). Das können Tischradios etc. sein, es sind aber wohl in erster Linie Smartphones und Tablets. Nur noch 24 % hören Musik am häufigsten über die Stereo-Anlage – sei es aus klassischen Quellen oder aus dem an die Anlage angeschlossenen Smartphone oder Tablet (Vorjahr 33 %). Unveränderte 19 % geben „über Kopfhörer am Porti-Player“ als häufigste Nutzung an. Wie im Vorjahr hören 21 % Musik am liebsten aus dem herkömmlichen Autoradio, und weitere 3 % bevorzugen Musik aus dem Smartphone via Autoradio. Für die Studie wurden im Juli 2019 mehr als 2500 in Deutschland lebende, repräsentativ ausgewählte Personen zwischen 16 und 70 Jahren befragt. Auftraggeber sind die bedeutendsten musikwirtschaftlichen Verbände und Institutionen Deutschlands, darunter die Plattenfirmen, die  Konzertveranstalter, die GEMA, etc.

www.musikindustrie.de/presse/presseinformationen

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