"Master Quality Authenticated" ist seit 2023 eine Marke von Lenbrook.
"Master Quality Authenticated" ist seit 2023 eine Marke von Lenbrook.

Neugründung der MQA-Labs bekanntgegeben

Update zur Zukunft von MQA

| Cord Radke

Streamingdienst Tidal verabschiedet sich vom Hi-Res-Audio-Codec MQA. Im Zuge der Insolvenz übernahm die kanadische Firma Lenbrook 2023 die Rechte an MQA und gab nun die Zukunftspläne bekannt.

Das Kürzel MQA steht für Master Quality Authenticated und bezeichnet einen Audio-Codec zur Bereitstellung hochwertiger digitaler Audiodaten. Das System wurde 2014 von Meridian Audio eingeführt und gehört, nachdem MQA im April 2023 Insolvenz anmelden musste (wir berichteten), seit Ende 2023 zur kanadischen Firma Lenbrook. Deren eigene Marken, vor allem Bluesound mit dem hauseigenen BluOS-Betriebssystem, zählten schon früh zu den MQA-Unterstützern.

TIDAL streicht MQA aus seinem Katalog

Die Nachricht von MQAs Insolvenz hatte insbesondere bei Tidal-Nutzern für Unsicherheit gesorgt. Nun lässt die US-Plattform ihre Nutzerinnen und Nutzer wissen, dass am 24. Juli 2024 die Musik im MQA-Katalog von TIDAL durch FLAC-Versionen ersetzt wird. Außerdem werden sämtliche Beiträge im Format 360 Reality Audio, also Podcasts und Musik, von TIDAL entfernt. Wer sich Musik im MQA-Format zum Offline-Hören heruntergeladen hat, muss ab dem 24. Juli auf die neueste Version der App aktualisieren, um die Titel erneut herunterladen zu können.

Gründung von MQA-Labs

Nach langem Schweigen hat sich Lenbrook jüngst zu seinen Plänen hinsichtlich MQA geäußert. So wurde jüngst die Gründung von MQA-Labs verkündet, mit den drei Unterabteilungen „Airia“, „Foqus“ und „Qrono“, die laut Lenbrook darauf abzielen, „Verbesserungen bei der Audioverarbeitung in der gesamten Musiklieferkette zu erreichen“.

"Airia" nutzt Codec zur drahtlosen Audioübertragung

Hinter Airia verbirgt sich der SCL6-Codec, der unabhängig von der verfügbaren Bandbreite die bestmögliche Auflösung bieten soll. Die Technologie dient speziell der Übertragung von Audiodaten über drahtlose Verbindungen. Laut Lenbrook gab es  erfolgreich Pilotprojekte mit Airia mit Kunden wie Streaming-Diensten. Lenbrook geht davon aus, dass alle drei Codecs bis 2025 mit Partnern kommerziell genutzt werden können. Foqus soll sich auf die Verbesserung der Analog-Digital-Wandlung konzentrieren und Qrono Verbesserungen in Sachen Audioverarbeitung bei Wiedergabegeräten bringen. MQA soll damit aber nicht verschwinden, sondern parallel dazu erhalten bleiben. Wir halten Sie dazu weiter auf dem Laufenden.

Weitere Informationen (in Englisch) unter https://mqalabs.com/

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