Rückschlag für DVB-T

Terrestrischer Digital-TV-Empfang mit tragbaren Geräten, mit USB-Sticks am Notebook oder auch im Wohnzimmer als einfache Alternative zu Kabel oder Satellit – eigentlich eine faszinierende Technik. Doch jetzt scheinen sich die Privatsender von DVB-T zu verabschieden. Eine flächendeckende Verbreitung hatten sie aus Kostengründen ohnehin nicht angestrebt, sondern waren nur in den Ballungszentren auf Sendung. Doch auch dort ziehen sie sich nun zurück. So wird die RTL-Gruppe ab dem 1. November ihre DVB-T-Verbreitung im Großraum Nürnberg einstellen. Offiziell begründet wird die Entscheidung mit möglichen Störungen des TV-Empfangs durch die geplanten Internet-Funkverbindungen in benachbarten Frequenzbereichen. Diese Frequenzen waren ursprünglich für TV genutzt worden und sind nun im Rahmen der „Digitalen Dividende“ an Telekommunikationsunternehmen versteigert worden. Gegen diese Umwidmung läuft die gesamte Broadcast-Branche Sturm, und es ist gut möglich, dass RTL mit dem Ausstieg in Nürnberg ein Exempel statuieren wollte. Denkbar ist aber auch, dass die Entscheidung aufgrund einer simplen Kosten/Nutzen-Rechnung gefallen ist. Man darf gespannt sein, wann sich RTL aus der nächsten Region zurückzieht.

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