PfleidRecording: phasenrichtige Aufnahmetechnik

Schon in den frühen 1980er Jahren hatte sich Peter Pfleiderer einem Thema gewidmet, das sich wie ein Credo durch sein Berufsleben ziehen sollte: der phasenrichtigen Musikwiedergabe. Er entwickelte den phasenentzerrten Punktstrahler Pfleid FRS 20 – musste allerdings feststellen, dass sich ein realistischer Raumeindruck auch über dieser Lautsprecher nicht einstellte, wenn die Aufnahme mit herkömmlicher Multimikronfontechnik produziert worden war. Deshalb galt sein Interesse fortan der Aufnahmetechnik. Schon bei der Aufnahme, so seine feste Überzeugung, müssten die Laufzeit- und Phasenverhältnisse der einzelnen Instrumente naturgetreu erhalten bleiben. Seine Lösung: drei Mikrofone mit jeweils einigen Metern Abstand am Bühnenrand, über dem Orchester aufgehängt – das linke auf den linken Kanal, das rechte auf den rechten, das mittlere gleichmäßig auf beide Kanäle verteilt. Und bloß keine Equalizer, die die Phase drehen! In akustisch ungünstigen Räumen, das musste Pfleiderer einsehen, können allerdings zusätzliche Mikrofone notwendig werden, näher an den hinteren Instrumenten. Deshalb fügt er beim PfleidRecording zwei weitere Mikrofone in der Mitte über dem Orchester hinzu. Deren Signale dürfen aber nicht wahllos denen der drei Haupt-Mikros zugemischt werden. Vielmehr muss dies unter Berücksichtigung der Phasen- und Laufzeitverhältnisse geschehen. Dazu setzt Pfeiderer (Foto links) aufwendige Computerprogramme ein, die sein Freund Jérôme Marot-Lassauzaie (rechts) entwickelt und optimiert hat. Das jetzt vorgestellte „PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing“ soll Aufnahmen ergeben, die die Tiefe eines Orchesters – oder auch eines Jazz-Ensembles – in ungeahnter Natürlichkeit wiedergeben. Und das nicht nur über die Pfleid-Lautsprecher.

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