Velodyne WiConnect: was kann der Subwoofer-Sender?

Subwooferspezialist Velodyne ermöglicht den entfesselten Subwoofer-Betrieb. Mit dem Zubehörset WiConnect System 2 wird auch Ihr Subwoofer auf Wunsch (fast) „wireless“.

Velodyne WiConnect

Testfazit: Velodyne WiConnect

Gut funktionierendes und bezahlbares Kit, um die Signalleitung eines Subwoofers ohne Qualitätsverlust durch eine Funkstrecke zu ersetzen.

Pro

  • Elegante Drahtlosverbindung
  • bei Subwoofer kein klanglicher Nachteil.

Contra

  • Kurze Signal- und die Netzkabel bleiben nötig
  • mit Aktivboxen eher rudimentär.

Der innovative und seit der Übernahme durch Audio Reference-Chef Mansour Mamaghani deutsche Hersteller Velodyne fiel einst durch Klang-/Raumkorrektursysteme auf, die nicht zuletzt auf unsere Anregung hin auch als Zubehör ausgelagert wurden. Nun offeriert man mit WiConnect in zweiter Generation auch die für die eigenen Kellergeister verfügbare, kabellose Ansteuerung von Subwoofern als Nachrüstoption – und damit auch für Fremdgeräte.

Das WiConnect System 2 genannte Set aus Sender und Empfänger kostet 349 Euro. Es arbeitet mit Funk und 5.8 GHz sowie 4 wählbaren Kanälen, die Geräte müssen entsprechend „gepaart“ werden. Die bei kabellosen Systemen mit Bluetooth oder WLAN übliche Verzögerung soll hier ausbleiben. Voraussetzung ist natürlich dennoch ein Cinchanschluss des Subwoofers, via Hochpegelanschluss (Lautsprecherkabel) geht gar nichts.

Velodyne WiConnect im Heimkino-Test

Im Heimkino wird man meist nur den (roten) LFE-Anschluss nutzen, im Stereo-Aufbau beide Kanäle. Wir konnten das Velodyne-Set im Homeoffice an vorhandenen Subwoofern ausprobieren, etwa einem Audio Elevation BMC Attac 400 Dipol-Subwoofer der Topklasse und einem weiteren, kleineren Dipol-Subwoofer Visaton Petite Orgue.

Installation und Bedienung funktionierten jeweils reibungslos, auch die Reichweite war in normalen Räumlichkeiten kein Thema. Einer „Sichtverbindung“ bedarf es nicht unbedingt, die in Sender/Empfänger integrierte Wandhalterung ist beim Set-up nützlich und kostet keinen Platz. Allerdings hat der Autor auch mit der bisherigen 5-Meter-Kabelage nie ein Problem gehabt.

Das mag in sensiblerem Wohnambiente vollkommen anders sein. Willkommen ist die kabellose Verbindung zweifellos, auch wenn kurze Cinch-Anschlusskabel und der jeweilige USB-Netzanschluss auf beiden Seiten letztendlich notwendig bleiben.

Klingt ein Subwoofer kabellos mit Velodyne WiConnect schlechter?

Klangliche Nachteile konnten wir aufgrund der kabellosen Verbindung nicht feststellen, eine Latenz gibt es nicht. Das Ergebnis ist wirklich gut. Das WiConnect-Set macht tatsächlich vor allem im Zusammenspiel mit etwas kostspieligeren Subwoofern Sinn, denn bei preiswerten Geräten ist das Set mit angemessenen 349 Euro womöglich teurer als der Sub selbst.

Übrigens kann man mittels eines Y-Adapters am Empfänger auch mit zwei und mehr Subwoofern arbeiten. Für Tüftler bietet WiConnect also durchaus Raum für abendfüllende Experimente. Womöglich eher eine Nebenbei-Anwendung, aber im Einzelfall durchaus interessant: Das WiConnect eignet sich auch für Aktivlautsprecher. Dabei ist die Bandbreite etwa auf UKW-Qualität (16 Kilohertz) beschränkt. Zur Hintergrundberieselung reicht das allemal.



Die mit einem gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Erfolgt darüber ein Einkauf, erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten und Sie unterstützen damit unsere Arbeit. Die redaktionelle Auswahl und Bewertung der Produkte bleibt davon gänzlich unbeeinflusst.

Ähnliche Beiträge


Enable Notifications OK No thanks