STEREO testet Kompaktbox PMC Prodigy 1

Kein Wunder – Wenn PMC einen Lautsprecher „Prodigy“ (Wunder) nennt, horcht man automatisch auf. Gemeint ist zweifellos die Basstüchtigkeit, die uns für einen Kompaktlautsprecher auf der High End geradezu enorm erschien. Schon ist die Prodigy 1 im Exklusivtest, die etwas größere Prodigy 5 folgt in einer der nächsten STEREO-Ausgaben.


Der kleinere von zwei zeitgleich präsentierten Prodigy-Lautsprechern – die „1“ – fällt im Vergleich etwa zur Twenty5.22 des Hauses deutlich winziger aus. Wo also nimmt sie diesen Bass her? Des Pudels Kern ist in diesem Fall selbstverständlich die PMC-typische Schallleitung, die per reiner Physik den Bass dramatisch erweitert. Auf ein „Wunder“ hat PMC also nicht gewartet. Eine je nach Gehäusegröße mehrfach gefaltete Schallleitung von einem Viertel Wellenlänge der angestrebten unteren Grenzfrequenz simuliert sowohl eine Art unendlicher Schallwand und macht sich zum anderen die resonanzbedingte Verstärkung dieser Frequenz und abgeschwächt auch der geradzahligen Vielfachen dieser zunutze, das Ergebnis ist – bei korrekter Ausführung – eine gewollte, einem gleich großen geschlossenen Volumen überlegene, weil deutlich erweiterte Tieftonwiedergabe.

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