SME Model 35 im Test: Lehrstunde in schwarzer Magie
Nach dem überragenden 60er tritt jetzt SMEs Model 35an, die Grenzen highendiger Schallplattenwiedergabe auszuloten. Im Exklusivtest unterstrich es seinen Anspruch.

Legen Sie eine beliebige Schallplatte auf das neue Plattenspieler-„Model“ des britischen Traditionsherstellers SME. Egal, irgendeine. Ziehen Sie die Schraubklemme auf dessen Tellerachse sachte an und lassen mittels Druck auf die „Power“-Taste der externen „Control Unit“ dessen Teller so geräuschlos wie zügig anlaufen.
Nun senken Sie den Arm in die Rille ab – und plötzlich ist Musik in einer selten gehörten Art im Raum: nah und intim, von feinfühlig, ja, zart nuancierter Akkuratesse, schwebend leicht und doch tonal konsequent geerdet, sodass sich in faszinierender Weise pure Energie zur Finesse gesellt. Plötzlich öffnet sich eine Tür zur Musik, von der man bis dato nicht wusste, dass sie für Tonkonserven überhaupt existiert. Schnell mündete die anfängliche Verblüffung in schiere Begeisterung.


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