Samsung Galaxy Buds 4 & Buds 4 Pro im Test: neues von Samsung

Passend zu den neuen S26-Handys bringt Samsung die 4. Generation seiner Galaxy Buds. Was können die Buds 4 und 4 Pro des Techriesen?

Testfazit: Samsung Galaxy Buds 4

Praxisnote: gut 2,1
Klangpunkte: 88 / 100

Pro

  • ANC im offenen Design
  • Bedienung und Features mit Samsung-Handys super
  • Guter Tragekomfort

Contra

  • Etwas kurze Akkulaufzeit
  • Viele Features nur mit Samsung-Geräten

Testfazit: Samsung Galaxy Buds 4 Pro

Praxisnote: gut 1,9
Klangpunkte: 93 / 100

Pro

  • Sehr guter Klang
  • Gutes ANC
  • Bedienung und Features mit Samsung-Handys super

Contra

  • Etwas kurze Akkulaufzeit
  • Viele Features nur mit Samsung-Geräten

Darauf haben Samsung-Fans gespannt gewartet: die Vorstellung der aktuellsten Generation Galaxy-Handys im Frühjahr 2026. Mit einem Plus bei Leistung, Kameras und KI bieten die S26 einiges – da scheint die Ankündigung, dass es auch zwei neue In-Ears der Firma gibt, fast wie eine Randnotiz. Dabei müssen sich die Galaxy Buds gar nicht vor der Konkurrenz verstecken; nicht umsonst nannten wir das Pro-Modell der Vorgänger „wahrscheinlich die aktuell beste Wahl“ für Samsung-Handy-Besitzer.

Noch mehr Vorfreude auf die Buds 4 und Buds 4 Pro kam dadurch, dass beide Modelle trotz einiger Verbesserungen mit der gleichen UVP wie ihre Vorgänger erscheinen. Die Buds 4 Pro bieten dabei viele technische Kniffe, während die Buds 4 die simplere, günstigere Alternative sind.

Offenes vs. geschlossenes Design: Die Unterschiede

Die Buds 4 sind „offen“, bieten also keinen Ohrstöpsel, welcher den Gehörgang verschließt, und unterdrücken weniger Lärm – was die Buds 4 Pro wiederum haben, inklusive drei Aufsätzen. Sonst sind sie mit klassischer „Stift“-Form und identischen Cases optisch ähnlich. Die kompakten Ladeschalen mit durchsichtigem Deckel sind minimal größer und leichter als ihre Vorgänger, die neue, „liegende“ Position macht das Herausnehmen der In-Ears etwas einfacher. Der rückseitige Stift hat bei beiden Buds nun eine edle Metall-Oberfläche anstatt eines Leuchtstreifens.

Um jegliche Unklarheit bei der Steuerung zu eliminieren, haben beide Neulinge eine kleine Einkerbung auf der Seite, welche dem Bereich zum Wischen für lauter/leiser entspricht. Wie in der Anleitung gezeigt, ist der untere Teil dieses Bereichs der „Klickbereich“, mit dem Play/Pause, Anruf- und ANC-Steuerung gelingen. Wie auch schon bei den vorigen Buds braucht es hier einen echten „Klick“, mit zwei Fingern ausgeführt, was versehentliche Eingaben beschränkt und insgesamt super funktioniert. Praxistauglich ist auch der Wasser- und Staubschutz, den die Kopfhörer bieten: Während die Buds 4 IP54 auflisten, haben die Buds 4 Pro sogar IP57.

Personalisierung und Sound-Anpassung

Was Samsung wichtig scheint, ist Personalisierung der Hörer – obwohl es sich zweifellos um auflagenstarke Massenprodukte handelt. Einerseits hat die Firma laut eigenen Angaben mit Tausenden Simulationen die Form der Ohrhörer perfektioniert, andererseits bieten sie einige Software-Clous. Eine automatische Optimierung verspricht Sound-Anpassung an die Ohren, die bei uns teils minimal mehr Bass-Volumen brachte. Ähnlich bietet „Adapt Sound“ verschiedene EQ-Presets nach Alter sortiert sowie einen Hörtest. Grundlage für beides ist, dass mit dem Alter das Hören von höheren Frequenzen abnimmt und diese verstärkt werden, damit trotzdem alles zu hören ist. Auch gibt es einen Test für den Sitz der Hörer.

Bei der Akkulaufzeit wurden hingegen nicht die Stellschrauben angelegt. Diese ist nach wie vor nicht schlecht, aber doch eher kurz; die Pro kommen auf 7 Stunden ohne ANC und 6 Stunden mit, die Buds auf je eine Stunde weniger, 6 und 5. Mit Ladecase bieten beide maximal 30 Stunden, ein solider Wert. Mehr als solide sind die Mikrofone: Die Buds 4 Pro klingen so sauber, deutlich und gut verständlich wie ihre Vorgänger, und die Buds 4 sind ebenfalls gut, wenn auch dahinter.

Tief ins Samsung-Ökosystem eingebunden

Geblieben ist Samsung bei einer offenbar von Apple & Co. inspirierten Eigenheit: Fokus auf das eigene Ökosystem. Mit iOS-Handys (deren Besitzer vermutlich sowieso bei AirPods bleiben) kann man mit den Buds Musik hören, zur Steuerung über die „Wearables“-App braucht es aber ein Android-Handy. Und wirklich alle Features gibt es nur mit einem aktuellen Samsung-Smartphone. Da ist dann die Einrichtung spielend leicht und tief integriert – so tief, dass alle entsprechenden Optionen direkt in den Systemeinstellungen sind anstatt in einer App.

Zu den Samsung-Funktionen zählen etwa die Option, direkt mit dem Samsung-Assistenten Bixby oder der eingebauten KI zu „sprechen“, also per Sprachbefehle Commands zu geben. Das geht auch per Kopfgesten: Nicken und Kopfschütteln als „Ja/Nein“ sowie zum Annehmen/Ablehnen von Anrufen. Das nötige Software-Update für Letzteres gab es aber zum Testzeitpunkt nur auf 2026er-Galaxy-Handys.

Bluetooth-Codecs: SSC-UHQ, Auracast und Co.

Die Exklusivität geht bei Bluetooth weiter. Für höchste Qualität setzt Samsung auf den eigenen „SSC-UHQ“-Codec, der mit Galaxy-Handys bis zu 24 Bit/96 kHz verspricht. Sonst gibt es nur AAC und SBC sowie – immerhin! – den SBC-Nachfolger LC3 und Auracast. Multipoint gibt es nicht, Samsung setzt auf einen nahtlosen Wechsel zwischen Geräten – was natürlich nur mit Samsung-Komponenten klappt.

Weitere Klangoption ist der 360°-Modus für räumlicheren Klang – bei Musik geht der Bonus an Hall und Breite auf Kosten von Natürlichkeit und Präzision, aber er ist auch explizit für Videos und Filme gedacht. Da ist er durchaus cool, verleiht Action wie Stimmen mehr Raum. Wer will, kann zudem Headtracking aktivieren.

Wie gut ist das Noise Cancelling der Galaxy Buds 4 Pro?

Das ANC der Buds 4 Pro ist wie auch bei den 3 Pro echt gut – mit Musik dazu hört man auch einen vorbeifahrenden Zug kaum. Der Transparenzmodus macht trotz leichtem Rauschen einen guten Job und springt auf Wunsch automatisch an, wenn man spricht oder eine Sirene erkannt wird. Das ANC der Buds 4 macht trotz der offenen Form Außenlärm etwas leiser, ist im Vergleich aber eher ein netter Bonus. In beiden Fällen lohnt es sich auch, das ANC mal zu deaktivieren, denn dann kann der Klang gewinnen, wirkt klarer.

SamsungSamsung
Galaxy Buds 4Galaxy Buds 4 Pro
Produktart/GruppeIn-Ear-KopfhörerIn-Ear-Kopfhörer
Internetadressesamsung.comsamsung.com
Preis in Euro179249
Gewicht (mit / ohne Ladeschale in Gramm)55 / 4,6 (je Kopfhörer)55 / 5,1 (je Kopfhörer)
Bedienung 30 %sehr gut 1,2sehr gut 1,2
KoppelnSehr einfach (vor allem auf Samsung-Handys)Sehr einfach (vor allem auf Samsung-Handys)
Bedienung Ohrhörersehr gutsehr gut
App: Funktionen und Bedienungsehr gut (auf Samsung-Handy)sehr gut (auf Samsung-Handy)
Tragekomfortgutsehr gut
Ausstattung & Funktionen 55, %gut 2,3gut 2
Qualität der Ladeschalesehr gutsehr gut
Akkulaufzeitbefriedigend (5h mit ANC; 6h ohne ANC)gut (6h mit ANC, 7h ohne ANC)
Wasser- und SchmutzfestigkeitIP54IP57
Gleichzeitige Verbindung mit mehreren Gerätenneinnein
Bluetooth-Reichweite (in Meter)≥15≥15
Equalizerjaja
Auto-Pausejaja
Sprachassistentenjaja
3D-Soundjaja
Nur einen Ohrhörer nutzenjaja
Enthaltenes ZubehörCaseCase, 3 Aufsätze
Mikrofon-Qualitätgutsehr gut
Noise Cancellationnoch gutsehr gut
Ambient Modejaja
Service & Umwelt 15 %befriedigend 2,9befriedigend 2,9
Verpackungkompakt, Pappekompakt, Pappe
Garantie (in Jahren)11
Testergebnis2.11.9
KlangbeschreibungSauber und detailliert, mit für das offene Konzept gutem BassTiefreichend, gefällig und dabei offen und sauber
Klangqualität88/10093/100

Als Upgrade haben die Buds 4 nun auch Transparenz-Modus und adaptive Anpassung. Das ist nett, aufgrund ihres offenen Designs ist der Unterschied zwischen „aus“ und „Transparenz“ aber eher klein, wobei Letzterer schon mehr Geräusche reinfüttert. Manuelle Anpassung der ANC-Stärke bleibt den Pro vorbehalten.

Klang im Test: Samsung Galaxy Buds 4 Pro vs. Buds 4

Wie zuvor ist eine weitere Pro-Besonderheit das Konzept, pro Hörer zwei separate Lautsprechertreiber zu nutzen; eine Vergrößerung des Tiefmitteltöners soll hier der größte Hebel für ein klangliches Upgrade sein. Das ist nicht riesig, aber merklich – im Stil sind die Buds 4 Pro ähnlich zu den 3 Pro, reichen aber etwas tiefer in den Bass und bleiben dabei sauber. Das rundet das insgesamt gefällige, angenehme Klangbild noch weiter ab.

Im Vergleich wird auch der Unterschied zwischen 4 und 4 Pro klar: Der Bass ist bei den Buds 4 Pro tiefer, scharfe, hohe Impulse sauberer, der gesamte Klang klarer und voller. Schlecht sind die Buds 4 jedoch keineswegs, überziehen nichts und spielen sauber, haben einen für ihr Konzept guten Bass und ein insgesamt spaßiges und langzeittaugliches Klangbild.



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