RCM Sensor 2 MK II: Phono-Pre mit viel Verstärkung im Test
Liefert Ihr Plattenspieler zu wenig „Dampf“ – klanglich wie auch im Pegel? Dann schließen Sie ihn doch mal an RCMs Sensor 2 Mk II an!Diese Phono-Vorstufe macht feine Abtastersignale in jeder Weise stark.

Es ist ein zuweilen lästiges, doch leicht erklärbares HiFi-Phänomen, dass der CD-Player respektive Streamer „lauter“ an der Anlage ist als der Plattenspieler, wobei es kaum eine Rolle spielt, ob am Vinyl-Dreher ein MM- oder MC-Abtaster werkelt beziehungsweise ein externer oder in den Vor- respektive Vollverstärker integrierter Phono-Pre verwendet wird.
Denn das liegt daran, dass die genannten Hochpegelgeräte bei Vollaussteuerung eine Ausgangsspannung von rund zwei Volt liefern, während ein typischer MM-Tonabnehmer, der nur vier Millivolt abgibt, selbst nach der MM-Standard-Anhebung von 36 Dezibel gerade mal auf 0,25 Volt kommt. Das entspricht in der Praxis einem Lautstärkeunterschied von immerhin neun Dezibel.

Nun gut, dreht man den Lautstärkeregler halt weiter auf, wenn Schallplatten auf dem Programm stehen. Dafür ist das Ding schließlich da, oder? Genau! Doch Roger Adamek, Mastermind von RCM Audio im polnischen Kattowitz, gibt sich damit nicht zufrieden. Dieser attestiert vielen Amps, die auf die modernen Digitalgeräte ausgerichtet sind, eine gewisse Lustlosigkeit in Sachen Dynamik, Spielfreude sowie eine latente Fahlheit in den Farben, sobald die Eingangspegel deutlich unterhalb von deren Niveau bleiben. Auch der Bass werde dann etwas dröger und weniger kernig dargestellt.
Was ist besonders an der RCM Sensor 2 MK II?
Abhilfe soll seine Phono-Vorstufe Sensor 2 Mk II schaffen, die die ultraniedrigen Tonabnehmerspannungen – bei einem durchschnittlichen MC wären es gar nur 0,4 mV – einfach von vornherein höher als üblich verstärkt und für diese sozusagen einen Turbo zuschaltet. Den grundsätzlichen Faktor kann man dabei über rückwärtige, kanalgetrennte DIP-Schalterbänke in sieben Stufen selbst auswählen. Bei deren Einstellung soll sich der Besitzer an der vom Hersteller angegebenen Ausgangsspannung des jeweiligen Tonabnehmers orientieren – eine sinnvolle Hilfe.

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