Origin Live Swift im Test: audiophiler Plattenspieler aus England

Nicht Taylor Swift, sondern der Plattenspieler gleichen Namens von Origin Live begeisterte im Test. Dessen Swift rockte unsere Bühne.

England ist die Heimat vieler berühmter Plattenspielermarken. Ob Rega, Linn, SME oder Vertere, um nur einige der geläufigsten zu nennen. Sie alle stehen in unterschiedlichen Preisklassen für die Passion, so viel Musik wie möglich von der Schallplatte zu holen. Dahinter stehen Hersteller mit jahrzehntelanger Tradition, die jede Menge Herzblut und noch mehr Grips in innovative Lösungen und ausgetüftelte Ansätze einbringen. Und natürlich standen diese selbst in der Hochphase der CD, als kaum jemand auf die Zukunft von Vinyl gewettet hätte, treu zu ihrem Metier, in das sie beinahe schicksalhaft verstrickt scheinen.

Unter diesen ist Origin Live in Southampton fast noch ein Youngster, aber deshalb kaum weniger ambitioniert. Im Gegenteil: Nach einer Karriere im Schiffsbau vom Analog-Enthusiasten – da haben wir’s wieder – Mark Baker gegründet, offerieren die Briten ihren Fans ein umfangreiches Programm. Bis vor Kurzem noch lief der Deutschlandvertrieb eher auf Sparflamme. Doch seit einiger Zeit kümmert sich das Augsburger High-Fidelity Studio, das hierzulande bereits so bekannte Marken wie Exposure, Grado, Hana oder MoFi erfolgreich betreut, auch um Origin Live.

Grund genug, mal zu schauen, was die Briten, nun ja, „Originäres“ anzubieten haben. Dafür muss man gar nicht allzu hoch in deren Regal greifen. Der von uns zum Test ausgewählte, samt Tonarm Silver Mk4 rund 3.650 Euro teure Swift ist der zweitkleinste Dreher im Portfolio der Briten, ist gleichwohl technisch eigenständig und steckt voller interessanter Ideen.


Extern platzierter „Motorblock“

Der gehäuselose, sondern vielmehr aus unterschiedlichen Lagen aufgebaute Swift lagert seine aus einem externen Netzteil versorgte Antriebseinheit samt DC-Motor in ein separates, auf Hartgumminoppen gelagertes Modul aus. Dieses wird in eine entsprechende Aussparung der Grundplatte aus schwarzem Acryl geschoben und verschwindet zu einem Teil unter dem mit einer fest verbundenen, resonanzhemmenden Auflage versehenen Teller.

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