Nagra Compact Phono im Test: Mini-Phono-Amp für MC-Systeme
An Analog-Puristen wendet sich Nagra mit der aufs Wesentliche reduzierten reinen MC-Vorstufe Compact Phono. Ist hier also alles easy?Unser Test zeigt: Das Wenige, was dran ist, ist umso wichtiger.

Bereits bei der Vorstellung seiner Streaming-Bridge im minimalistischen Design Ende 2024 kündigte Nagra an, dieser bald noch einen entsprechenden Phono-Vorverstärker folgen zu lassen. Nach dem „Streamer“ kommt deshalb jetzt aus der Nagra-Zentrale in Romanel-sur-Lausanne am Genfer See der Compact Phono, dessen massiger Gehäusedeckel aus einem Aluminiumblock herausgefräst wurde, sodass das Gerätchen trotz seiner geringen Abmessungen unerwartete 1,9 Kilogramm auf die Waage bringt.
Ähnlichkeiten zum kleinen Streamer von Nagra
Man muss schon auf die Rückseite schauen, um die beiden Komponenten des Schweizer Herstellers mit dem legendären Nimbus unterscheiden zu können. Denn beide teilen nicht nur die Größe miteinander. Sobald man das aus der Medizintechnik stammende sowie in Hörtests ausgewählte, externe 12-Volt-Schaltnetzteil anschließt, zeigt hier wie dort eine winzige, durch die flache Frontseite glimmende gelbe LED die Betriebsbereitschaft an. Ein Power-Schalter ist nicht vorhanden.

Angesichts der verschwindend geringen Leistungsaufnahme des Compact Phono von unter 0,3 Watt meinten die Eidgenossen wohl, diesen auch ohne schlechtes Umweltgewissen einsparen zu können. Lieber hält man die Schaltung stabil unter Spannung. Recht so!

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