Michell Gyro Test: was kann die Neuauflage des Klassikers?

Mit dem neuen Gyro hat der Traditionshersteller Michell seinen Klassiker in vielen Punkten optimiert. STEREO entdeckte in dem Dreher mit den markanten Schwunggewichten eine große analoge Seele.

Michell Gyro

Keine Frage: Selbst dem empfindsamsten und emotionalsten Gedicht liegt eine poetische Mechanik zugrunde, in der Worte, Reime, Strophen und dergleichen mehr zu jenem sprachlichen Konstrukt montiert wurden, das uns am Ende zu Tränen rührt. Betrachtet man die Sache von dieser nüchternen Perspektive aus, wäre Michells neuer, rundum überarbeiteter Plattenspieler Gyro – die Anfänge des klassischen Modells reichen als „Gyrodec“ bis ins Jahr 1982 zurück – auch nur eine Ansammlung elektronischer wie mechanischer Bauteile.

Doch die wurden von der Traditionsfirma im südenglischen Stevenage, die bereits seit 1969 Plattenspieler produziert und kurz darauf Steigbügelhalter bei der Gründung von Transrotor in Bergisch Gladbach war, offenbar so kompetent arrangiert, dass man beim Hören alle Technik sofort vergisst. Rotierte Valerie Joyces überaus gelungenes Evolution-Reissue ihres Chesky-Debüt-Albums „New York Blue“ von 2005 auf dem Teller, entfaltete sich jäh und dergestalt dessen wunderbar zartduftiges Fluidum, dass man meinte, das Parfüm der Dame riechen zu können.

Das digitale Abo für HiFi & Musik

  • ✅ Messwerte & Expertenmeinungen
  • ✅ Hunderte Artikel jederzeit lesen
  • ✅ Archiv mit allen Artikeln seit 1998
  • ✅ Zugriff auf tausende Musikrezensionen
  • ✅ Jederzeit kündbar


Jahresabo abschließen
Nur 4,92 € / Monat = 1,23 € / Woche



Die mit einem gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Erfolgt darüber ein Einkauf, erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten und Sie unterstützen damit unsere Arbeit. Die redaktionelle Auswahl und Bewertung der Produkte bleibt davon gänzlich unbeeinflusst.

Ähnliche Beiträge


Enable Notifications OK No thanks