Loewe We. HEAR pro im Test: Klangfülle „to go“
Loewe hat beim gediegenen Bluetooth-Speaker We. HEAR pro den Fußballstar Kylian Mbappé zum Namenspaten erhoben. Wir testen, ob er neben seinem Klang noch weitere Treffer erzielt.

Ob Monsieur Mbappé mit dem „We. HEAR pro“-Bluetooth-Speaker aus diesem Test auch Musik hört, ist uns nicht bekannt. Doch ziert sein Logo die beiden Enden des tragbaren Lautsprechers, an dem jeweils eine Passivmembran sitzt. Den We. HEAR pro x Kylian Mbappé gibt es in den Farben „Denim“ (im Falle unseres Testmodells), „Neon“(-Gelb) oder „Black“.
Kleine Brötchen backen will Loewe mit seiner We. HEAR pro-Serie ganz offensichtlich nicht. Bei der Partnerschaft mit dem französischen Ausnahme-Fußballer liege der Schwerpunkt auf „leistungsstarken, interaktiven Home-Entertainment-Erlebnissen, die für einen modernen Lifestyle konzipiert sind“, heißt es dazu vonseiten des über 100 Jahre alten Traditionsunternehmens.

Mit seinen Maßen und rund 2,2 Kilogramm Gewicht ist er nicht wirklich handlich. Es empfiehlt sich, vor allem wenn man mobil damit unterwegs sein will, den mitgelieferten Tragegurt zu montieren. Nach IPX6-Norm ist dieser Speaker spritzwassergeschützt und staubdicht und wirkt wertig verarbeitet. Vor Inbetriebnahme gibt es weiter nichts zu beachten, das meiste am Gerät ist selbsterklärend. Eine App für den Speaker bietet Loewe nicht an.
„We. HEAR pro“-Stresstest im Regen
Im Doppelstresstest musste der We. HEAR pro im Einsatz draußen anhaltendem Sommerregen trotzen, wobei wir ihn zusätzlich noch als Powerbank benutzt haben. Beides steckte er klaglos weg.

Über die USB-C-Buchse kann man nicht nur den internen Lithium-Ionen-Akku laden, sondern der Speaker lädt darüber seinerseits Geräte, wie zum Beispiel das Smartphone. Dies erledigt er recht schnell.
Allerdings wollte im Powerbank-Modus das Bluetooth-Koppeln zuerst nicht funktionieren. Nach Aus- und Einschalten löste sich das Problem. Das Bluetooth-Pairing klappte sonst bei iOS- wie auch Android-Geräten schnell und einfach.
Für die Bedienung gibt es einen Lautstärkeschieberegler (wobei diese sich natürlich auch über das Quellgerät regeln lässt), Bass- und Höhen-Klangeinstellung, eine Bluetooth-Pairing-Taste und einen Ein-/Ausschaltknopf – fertig! Allerdings haben die Tasten Mehrfach-Funktion.

Der mitgelieferte Quick-Start-Guide erläutert, mit welchen Tasten man Anrufe annehmen oder beenden kann, wenn man den We. HEAR pro zum Telefonieren nutzt. Dank seines eingebauten Mikrofons ist das möglich.
[table “50” not found /]Konnektivität des Loewe We. HEAR pro
Wenn man ihn wie empfohlen horizontal platziert, kullert der Speaker durch seine Gewichtung immer auf die „Unterseite“. Da sich dort neben der USB-C- auch die AUX-Buchse für 3,5-mm-Klinkenstecker befindet, ist dieses Kullern etwas unpraktisch, da der Klinkenstecker (oder USB-C-Stecker) bremst, wenn der Speaker auf die Unterseite rollen will. Das könnte auf Dauer zulasten der Buchse gehen. Eine ausklappbare Roll-Sperre wäre sicher hilfreich.

Praktisch ist dagegen, dass Bluetooth automatisch deaktiviert wird, sobald ein Klinkenstecker in die AUX-Buchse gesteckt wird. Und umgekehrt: Wird er gezogen, wird wieder auf Bluetooth geschaltet. Über die Buchse kann man dem We. HEAR pro Audiosignale bei Bedarf auch über Kabel zuspielen.
Üppige Treiberbestückung
Seine Hoch- und Mitteltieftöner sind in einer Reihe auf einer Seite untergebracht – mit entsprechendem Abstrahlverhalten. Zu beachten etwa, wenn man den Speaker umgehängt hat und seine Treiberseite zum Körper zeigt: Dann geht der Klang förmlich in die Jacke. Von außen optisch erkennbar ist die Speaker-Seite nicht. Da hilft nur Horchen.

Die üppige Treiber-Bestückung macht sich klanglich durchweg positiv bemerkbar: Der Bass hat Volumen und der Klang insgesamt eine gute Räumlichkeit; Frequenzen setzen sich im Klangbild gut voneinander ab. Bass-Drum-Punches, etwa beim Intro von Eric Claptons „Forever Man“, sind satt und deutlich wahrnehmbar, ohne im Gesamtklang zu verwässern.
Auch Sub-Bass-Töne: Der Klang überzeugt
Auch Sub-Bass-Sounds können die Treiber gut umsetzen – hörbar etwa bei Vicetones und Tony Igys „Astronomia“ und seinem stampfenden Techno-Beat. Das ist sicher auch dem relativ großen Volumen des Speakers geschuldet. Als Vergleich haben wir mit dem etwa gleich teuren und großen Teufel Mynd gehört: Dieser klingt hörbar flacher und blasser. Tor für Loewe!
Mit einer 100-Watt-Spitzenleistung des Class-D-Verstärkers und einem Schalldruckpegel von bis zu 88 dB macht der We. HEAR pro ordentlich Alarm. Bei voller Lautstärke muss man Abstriche machen, dann wird der Klang – je nach Musik – etwas schriller und etwas weniger differenziert. Das sollte man diesem Lautsprecherchen, das ja keine Partybox ist, nicht ankreiden. Und draußen macht es sich ohnehin etwas weniger stark bemerkbar.
Ordentliche Akkulaufzeit
Apropos „draußen“: Hier punktet der Speaker – neben der IPX6-Zertifizierung mit einer Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden. Das Nachladen, wenn der Akku leer ist, nimmt zwei Stunden in Anspruch.

Daher: Empfehlung für Loewes „We. HEAR pro“ für alle, die für mehr Klang auch etwas mehr zu investieren bereit sind, in diesem Falle 269 Euro (UVP). Dafür gibt’s das stylishe Kylian-Mbappé-Gütesiegel obendrauf.
