JBL Clip 5 im Test: was kann die kleine Bluetooth-Box?
Kompakt und Günstig will die JBL Clip 5 unterwegs zuverlässig für Musik sorgen; wie die Box dabei klingt, zeigt der Test bei STEREO.

Im Feld der preiswerten Bluetooth-Lautsprecher kommt man kaum an ihm vorbei: dem JBL Clip. Auch in seiner aktuellen Generation als JBL Clip 5 will die kleine Bluetooth-Box mit dem namensgebenden Clip zum kleinen Preis zuverlässig für Musik unterwegs sorgen – wie gut sie wirklich klingt, untersuchen wir in diesem Test. Ein direkt ersichtlicher Vorteil der Clip im Vergleich zu größeren Lautsprechern ist schonmal ihre Größe, das knapp 13 cm hohe Gerät ist nicht unbedingt größer als ein Handy und passt unter Umständen auch in eine Hosentasche, ist dazu auch nicht allzu schwer.

Mit seiner IP67-Zertifizierung ist er zudem sehr gut gegen Staub und Wasser geschützt, was ihn zu einem idealen Begleiter für Outdoor-Aktivitäten macht. Für das typische „an den Rucksack hängen“ dient dann auch der praktische Clip an seiner Oberseite. Gleichzeitig sind die Steuerknöpfe immernoch gut zu erreichen, wobei mit Play/Pause und Lauter/Leiser die Steuerung aufs Wesentliche reduziert ist.
Gute App, Auracast und mehr
Für alles weitere steht die von anderen JBL-Boxen wie der neuen Flip 7 bekannte Handy-App bereit, die hier die Funktionsvielfalt ziemlich gut erweitert. Darin findet sich etwa ein Equalizer mit Presets, die Option, zwei Speaker zu einem Stereo-Paar zu koppeln – dann übernimmt je ein Speaker den linken und einer den rechten Kanal – sowie auch das spannende neue Bluetooth-Feature Auracast. Damit kann der JBL Clip 5 wie etwa auch die große JBL Xtreme 4 sich in Auracast-Broadcasts einklinken. Zudem ermöglicht es, beliebig viele Lautsprecher miteinander zu verbinden, die dann zusammen die gleiche Musik wiedergeben.

Ohne weitere Eingänge wie AUX oder USB verlässt der JBL Clip 5 sich exklusiv auf Bluetooth – beweist da aber in unserem Test eine sehr stabile Verbindung mit sehr guter Reichweite. Und trotz der kompakten Größe hat die Box einen relativ starken Akku eingebaut, und kann 12 Stunden lang Musik wiedergeben. Das ist zwar nicht auf dem Level von deutlich teureren und größeren Geräten wie DALI Katch G2 oder Sony Ult Field 7, aber schon ziemlich gut. Vor allem muss der Clip sich damit auch nicht vor Lautsprechern verstecken, die das doppelte Kosten und keine längere Akkulaufzeit bieten. Optional kann auch der „Playtime Boost“ aktiviert werden, mit dem der Akku noch länger hält, was aber wiederum auf Kosten der Klangqualität geht.
Der Klang des JBL Clip 5: Laut, aber eher dünn
Die kleine Überraschung und ein angenehm positiver Aspekt beim Klang des JBL Clip 5 ist, dass der kleine Speaker erstaunlich laut spielen kann. Er kann zwar mit deutlich größeren Boxen nicht mithalten, leistet aber auch mehr, als man vielleicht erstmal erwartet. Auf der anderen Seite erwartbar ist, dass der Clip mit nicht allzu viel Bass oder klanglichem Körper spielt.

Dadurch klingen auch Stimmen eher unnatürlich und flach – sind aber trotzdem gut verständlich, womit der JBL sich auch für die Wiedergabe von Podcasts eignet. Wenn es um Musik geht, ist hier aber noch Luft nach oben, andere ebenso nicht allzu teure Bluetooth-Speaker von Soundcore Boom über Beats Pill bis zu JBL Flip liefern da einen kräftigeren, ausgeglichener oder stärkeren Sound – aber kosten eben auch teils das doppelte oder mehr. Wie der JBL Clip 5 im Vergleich zu anderen Bluetooth-Lautsprechern abschneidet, steht in unserer Bestenliste. Zum fairen Preis liefert der JBL Clip 5 damit zwar keinen extrem hochwertigen Sound, erfüllt den Wunsch nach Musik unterwegs aber mit vielen praktischen Features und dank gutem Akku und IP67-Schutz verlässlich.
