Exposure 5510 im Test: ein sehr klassischer Vollverstärker
Exposure will mit dem Vollverstärker 5510 den Beweis antreten, dass man kein Alleskönner sein muss, um zu begeistern.

Eigentlich sind die nötigen Zutaten für ein überzeugendes Verstärkerkonzept bekannt und ihre Beschaffung auch ohne die Anzapfung obskurer Kanäle im Darknet kein Hexenwerk. Dennoch gibt es gelegentlich Versuche, uns und Ihnen genau das weiszumachen. Bei Exposure hat man derlei Mystifizierung nie in Betracht gezogen, sondern einfach gebaut, was man für sinnvoll hielt, bevor man es dann in penibler Kleinarbeit einer klanglichen Feinabstimmung unterzog.

Mit vornehmer britischer Zurückhaltung beging man im vergangenen Jahr auch das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Ausufernde Feierlichkeiten oder „Jubiläumsangebote“? Fehlanzeige. Vielmehr konzentrierte man sich auch im Jubiläumsjahr auf das, was die Produkte für diejenigen, die deren Klang einmal erlebt haben, schon immer begehrenswert machte: Geräte wie den aktuell kräftigsten Vollverstärker der Engländer – den 5510, den wir hier zum Test haben.
Die Entwicklung des Exposure 5510 im Detail
Am Anfang stand bei dessen Entwicklung, wie stets bei Exposure, das Netzteil. Denn mag die Schaltungstechnik noch so trickreich und mögen die Signalwege auch noch so kurz sein – wenn der Trafo nicht satt dimensioniert ist und darüber hinaus so sorgfältig gewickelt, vergossen und abgeschirmt wie nur irgend möglich, ist alles andere letztlich Blendwerk. Ergänzend braucht es eine üppig dimensionierte Filterung durch hochwertige, temperaturstabile und langzeittaugliche Elektrolytkondensatoren, die bei Bedarf die nötige Energie zur Verfügung stellen sollen.

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