DALI Rubikore 2 im Test: Erfolg auch ohne Bändchen?
Die Kompaktbox Rubikore 2 tritt ohne das DALI-typische Hybrid-Hochtonmodul an, hat ansonsten aber viel Technik von den Spitzenmodellen übernommen.

Man muss schon ganz genau hinsehen, wenn man den Preis der DALI Rubikore 2 schätzen will. Denn das mit edlem Furnier beplankte Gehäuse, das sich zudem nach hinten leicht verjüngt, sowie die stabilen und hochwertigen Bi-Wiring-Anschlussklemmen aus eigener Fertigung und die mehrfach verschraubte Bassreflexöffnung an der Rückseite deuten zunächst auf eine eher prohibitive Preisgestaltung hin.
Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass hier nicht das mittlerweile bei den größeren und kostspieligeren DALI-Modellen standardmäßig zu findende Hybrid-Hochtonmodul aus Kalottenhochtöner und Hochtonbändchen eingebaut ist. In der Rubikore 2 zeichnet ausschließlich eine beschichtete 29-mm-Gewebekalotte für die Wiedergabe der hohen Frequenzen verantwortlich. Doch auch bei der hier eingesetzten Kalotte handelt es sich um eine Neuentwicklung, die direkt aus den bei der Kore gewonnen Erkenntnissen abgeleitet wurde.

Die in früheren Modellen eingesetzte Kalotte nutzte eine magnetisch leitende, Ferrofluid genannte Flüssigkeit, um die Schwingspule zu kühlen und so eine höhere Belastbarkeit des Hochtöners zu ermöglichen. Der Nachteil dieser Konstruktion war, dass insbesondere bei geringen und mittleren Lautstärken die Feindynamik etwas auf der Strecke blieb und eingeschränkt wurde.
Die Entwicklung der DALI Rubikore 2
Im dänischen Nørager, dem Firmensitz von DALI, setzte man nun auf die Erkenntnis, dass die meisten Menschen es zwar zu schätzen wissen, wenn sie hin und wieder bei hoher oder sehr hoher Lautstärke ihrem Hobby frönen und Musik mit entsprechend hohem Pegel hören können. Die weit überwiegende Zeit genießen sie jedoch Zimmerlautstärke oder darunter, um weder den Rest der Familie noch die Nachbarschaft gegen sich aufzubringen. Oder auch aus Überzeugung und weil ihnen hohe Lautstärken ein Gräuel sind. Folglich hieß die Devise der Entwickler: Mehr Feindynamik muss her – also die Fähigkeit, auch bei geringer Lautstärke Abstufungen derselben möglichst genau darzustellen, um dem Gefühl der Lebendigkeit und Echtheit noch einen Schritt näher zu kommen. Zusätzlicher Pluspunkt laut DALI: ein etwas offeneres und unangestrengteres, müheloseres Klangbild.

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