Canor Virtus A3 Test: Röhrenamp mit Top-Ausstattung

Mit dem Virtus A3 folgt Canor dem Trend, Vollverstärker so auszustatten, dass sie möglichst viele Ansprüche erfüllen. Doch der slowakische Hersteller geht dabei auf gekonnte Weise seinen eigenen Weg.

Canon Virtus A3

Canor mag in den Köpfen der deutschen HiFi-Begeisterten noch nicht allzu lange präsent sein. Dennoch hat sich das slowakische Unternehmen, das bereits seit 1995 auf Röhrentechnik basierende Verstärker baut, mittlerweile eine regelrechte Fangemeinde geschaffen, nachdem es seit 2020 durch den Vertrieb IDC Klaassen in Deutschland erhältlich ist.

Die hochmodernen Produktionsanlagen werden dabei nicht nur für die Herstellung der Canor-Geräte genutzt, vielmehr werden hier auch Platinen und ganze Geräte für andere Hersteller hergestellt. Denn die Fertigungstiefe des Unternehmens reicht bis in Regionen hinein, die nicht nur die Bestückung von Platinen und die Wicklung von Trafos betreffen. Das Know-how reicht bis hin zur Metallverarbeitung inklusive Eloxierung und der nach dem eigens entwickelten Messsystem „Aladdin“ erfolgenden Qualitätskontrolle und dem Matching der eingesetzten Röhren. Falls Ihnen Matching nichts sagt: Man versteht darunter die Kontrolle und den Abgleich verschiedener Röhren gleichen Typs auf identische elektrische ­Eigenschaften.

Auch bei anderen Baugruppen zeigt sich das Unternehmen im Interesse von Klang und Haltbarkeit ähnlich pingelig. Beispielsweise mischen sich in den Canor-Geräten Röhren mit der sogenannten SMD-Technik. 

Was macht Canor-Geräte aus?

So will man Signalwege möglichst kurz halten und die verringerte Empfindlichkeit gegenüber Mikrofonieeffekten dieser direkt auf der Platine angebrachten Bauteile nutzen. Damit nicht genug, hat man auch eine Leiterplatten-Frästechnik entwickelt, die das Platinen-Layout optimieren soll. So will man die Vorteile der bei sehr teuren Röhrengeräten häufig anzutreffenden, als klanglich vorteilhaft erachteten Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung mit höchster Fertigungskonstanz verbinden. 

All diese Canor-spezifischen Merkmale finden sich auch im neuesten Mitglied der „Performance Line“, dem Vollverstärker Virtus A3, der zunächst im reinen Class-A-Betrieb arbeitet, für hohe Leistungsanforderungen aber in den Class-AB-Betrieb umschaltet. Doch die Slowaken haben sich eine trickreiche Schaltung ausgedacht, die dafür sorgen soll, dass die klanglichen Nachteile im AB-Betrieb durch eine Kontrollschleife des Class-A-Trakts verhindert werden. Der A3 ist seit Kurzem erhältlich, und bei genauer Betrachtung zeigt sich sehr schnell, dass die Bezeichnung Vollverstärker für diesen Vielseitigkeitskünstler eigentlich zu kurz greift. 

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