Materialkunde – Was bewirkt was in Sachen Akustik?

Böden

  • Parkett: Hart reflektierend
  • Teppich: Schluckt hohe Frequenzen
  • Fliesen: Sehr hart reflektierend, hohe Nachhallzeit in gekachelten Räumen
  • Linoleum: Reflektierend für tiefe und mittlere Frequenzen
  • Estrich: Reflektierend für tiefe und mittlere Frequenzen

Wände/Decke

  • Beton, Kalksand- und Ziegelstein: Reflektierend für tiefe und mittlere Frequenzen, je nach Grad der Porosität Höhenschlucker
  • Rigips: Reflektierend für hohe Frequenzen, mit Luftspalt dahinter Absorber für tiefe Frequenzen
  • Putz: Hart reflektierend für tiefe bis mittelhohe Frequenzen, abhängig von der Porosität des Finishs
  • Holzverkleidungen: Reflektierend für hohe Frequenzen, mit Luftspalt dahinter Absorber für tiefe Frequenzen
  • Raufasertapete mit Mauerwerk: Reflektierend für tiefe und mittelhohe Frequenzen, je nach Grad der Porosität Höhenschlucker
  • Fenster: Reflektierend für hohe Frequenzen, Absorber für tiefe Frequenzen

Möbel

  • Schränke: Tiefenschlucker
  • Regale: Diffusoren
  • Sitzmöbel: Höhenschlucker, abhängig vom Grad der Porosität
  • Tische: Reflektoren
  • Betten: Höhenschlucker
  • Stoffe (Wolle etc.): Höhenschlucker

Sonstiges

  • Gardinen: Höhenschlucker
  • Pflanzen: Höhenschlucker und Diffusoren
  • Wandteppich: Mitten- und Höhenschlucker, je nach Wandabstand

Tipps zur Verbesserung der Raumakustik

Wählen Sie Ihren Raum klug aus

Quadratische oder gar würfelförmige Räume sind in der Regel problematisch, da durch gleich lange Raumkanten Moden („Dröhnen“ im Bass) verstärkt werden. Basspotente Lautsprecher spielen in kleinen Räumen meist schlecht, denn die langen Basswellen benötigen Platz. In besonders großen Räumen hingegen kann der Direktschall unter Umständen zu stark von Reflexionen überlagert werden, gerade wenn der Abstand der Boxen zum Hörplatz zu groß ist.

Misstrauen Sie Design-Zimmern

Spartanisch eingerichtete Räume mit Fliesen und glatten Flächen aus Aluminium und Glas sind akustisch meist problematisch. Mit Möbeln und Schall schluckenden bzw. streuenden Gegenständen an Boden/Decke und Wänden klingt es besser. 

Dämpfen Sie Reflexionen

Um die ersten Reflexionen des Bodens im Hochtonbereich abzuschwächen, sollte man zwischen Boxen und Hörplatz einen Teppich legen. Falls zu starke Reflexionen im Hochtonbereich auftreten, lassen sich diese durch Wandteppiche bzw. Vorhänge oder Gardinen vor Fensterflächen dämpfen.

Bekommen Sie die Bässe in den Griff

Mehr Probleme als der Hochton- macht in der Regel der Bassbereich. Um die energiereichen tiefen Wellen zu dämpfen, bedarf es großvolumiger Absorber wie geschlossener Schränke oder Raumakustikelemente. Gerade die akustisch besonders problematischen Raumecken, wo mehrere den Druck erhöhende Kanten aufeinanderstoßen, sollten entschärft werden.

Chaos sorgt für guten Klang

Unregelmäßige Oberflächen und Kanten verbessern die Diffusion. Bei der Bestückung von CD-, Platten- und Buchregalen sollte man also homogene Abschlusskanten vermeiden. Großblättrige Grünpflanzen und Raufaser (statt glatter Plastiktapete) unterstützen diesen Effekt. 

Suchen Sie den richtigen Hörplatz

Zu nah an den Boxen zerfällt das Klangbild, zu weit weg kann die Differenzierung aufgrund überlagernder Reflexionen leiden. In einem rechteckigen Raum ist es unter Umständen günstig, die Lautsprecher von der langen auf die lange Seite spielen zu lassen. 

Rücken Sie die Boxen zurecht

Da die meisten Lautsprecherboxen durch Bass­reflexöffnungen auch nach hinten abstrahlen, sollte man sie in der Regel von der Wand abrücken, um Bassüberhöhungen zu vermeiden. Experimentieren Sie mit dem Abstand der Lautsprecher zueinander und deren Einwinkelung.

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