Dank Streaming: Ende des „Loudness War“

Drei Jahrzehnte hat der sogenannte „Loudness War“ die (HiFi-)Welt in Atem gehalten. Jetzt gibt es Anzeichen dafür, dass sich der Wettbewerb um immer mehr Lautheit dem Ende zuneigt – dank Streaming.

Seit jeher gibt es bei Musikaufnahmen das Bestreben, Unterschiede von laut und leise zu reduzieren. Zum einen hat das praktische Gründe: Beim Autofahren kann es lästig oder sogar gefährlich sein, wenn Musik mal extrem leise ist, um dann plötzlich mit voller Wucht zu dröhnen. Wer schon einmal versucht hat, eine Mahler-Sinfonie bei dichtem Verkehr unfall­frei zu goutieren, wird dies bestätigen. Auch Mitbewohner oder Nachbarn werden nur in Ausnahmefällen auf plötzliche FortissimoSchläge eines Großorchesters wohlwollend reagieren. Zumal selbst künstlerisch-klang­lich eine Verminderung der Dynamik keineswegs etwas Schlechtes ist – zumindest nicht prinzipiell. Eine der Musik angepasste Kompression ist „ein gestalterisches Werkzeug, sie…

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