Aktuelle News

(Bild: Sennheiser)
(Bild: Sennheiser)

Durchwachsenes Geschäftsjahr 2019

Sennheiser kündigt Stellenabbau an

Als Reaktion auf die "hohe Dynamik im Kopfhörermarkt" sowie aufgrund der aktuellen und noch zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Krise, kündigt Sennheiser den Abbau von rund 650 Stellen weltweit an.

„Mit dem Ergebnis für 2019 schauen wir auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr zurück. Zudem stellen uns massive Veränderungen im Consumer-Markt sowie die sinkende Nachfrage an Audioprodukten aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Um das Unternehmen für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen, werden wir unsere Organisationsstruktur an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen und auf die neuen Anforderungen ausrichten“, sagt Daniel Sennheiser, Co-CEO. „Wir werden an unseren Kernkompetenzen festhalten und die beiden Divisionen Consumer und Professional weiter stärken. Hierfür erhöhen wir die Eigenständigkeit der Divisionen und übertragen die operative Verantwortung vollständig an diese beiden Geschäftsbereiche. Sennheiser steht seit seiner Gründung vor 75 Jahren für exzellente Klangqualität und außergewöhnliche Audioerlebnisse – dafür werden wir auch in Zukunft stehen“, ergänzt Andreas Sennheiser, Co-CEO.

Die Anpassung der Organisationsstruktur hat zur Folge, dass im gesamten Unternehmen, insbesondere in den zentralen Bereichen wie Supply Chain und Operations, Stellen abgebaut werden. Insgesamt plant Sennheiser bis Ende 2022 bis zu 650 Stellen weltweit zu reduzieren, rund 300 davon im Heimatmarkt Deutschland. Hier arbeiten derzeit 1.400 der weltweit 2.800 Sennheiser-Mitarbeiter. Der Abbau soll möglichst sozialverträglich erfolgen, konkrete Konzepte werden derzeit gemeinsam mit dem Sennheiser-Betriebsrat beraten. Unter anderem ist geplant, offene Stellen nicht nachzubesetzen und neben Möglichkeiten zur Altersteilzeit und Vorruhestand ein Freiwilligenprogramm und Abfindungsoptionen anzubieten. „Wir sind ein Familienunternehmen und jeder einzelne unserer Mitarbeiter ist Teil des Teams. Gemeinsam teilen wir die Leidenschaft für Audio. Vor diesem Hintergrund fällt uns dieser Schritt sehr schwer, und es ist uns wichtig, betriebsbedingte Kündigungen so weit wie möglich zu vermeiden und mit den Mitarbeitern individuelle Lösungen zu finden“, sagt Andreas Sennheiser, Co-CEO.

Seit Beginn des Jahres 2020 stellen die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auch Sennheiser vor große Herausforderungen. „Mit der Absage von Live-Events auf der ganzen Welt ist die gesamte Veranstaltungs- und Musikindustrie praktisch zum Stillstand gekommen und läuft nur sehr langsam wieder an. Viele Verleiher und andere Dienstleister sind in ihrer Existenz bedroht. Dies hat deutliche Auswirkungen auf den Absatz von Mikrofonen, die sich auch noch im nächsten Jahr in unserem Geschäftsverlauf bemerkbar machen werden. Einzige Ausnahme sind bislang Studiomikrofone“, beschreibt Daniel Sennheiser die Situation. Auch im Bereich Consumer Electronics sind die Auswirkungen spürbar: Der weltweite Kopfhörermarkt ist in den vergangenen Monaten um 30 bis 40 Prozent geschrumpft, insbesondere, weil der Verkauf im stationären Handel in vielen Ländern gar nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt möglich war. Im gleichen Umfang ging auch der Umsatz von Sennheiser-Kopfhörern zurück. Um die negativen Effekte abzumildern, hatte Sennheiser bereits im März Maßnahmen ergriffen und neben umfassenden Kostenreduzierungen in Deutschland Kurzarbeit eingeführt. An den ausländischen Sennheiser-Standorten wurden im gleichen Umfang Maßnahmen zur Einsparung von Lohn- und Sachkosten umgesetzt.

Suche im News-Archiv

STEREO Newsletter

Das Beste aus STEREO

Anzeige

STEREO-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im STEREO-Newsletter.

Jetzt registrieren