Wilson Audio Autobiography: Neues Ultra-High-End
Wilson Audio präsentiert die monumentalen „Autobiography“-Lautsprecher, die die Essenz aus 52 Jahren Unternehmensgeschichte verkörpern sollen.

Wilson Audios „Autobiography“-System versteht sich als technologische Chronik der Entwicklung von den frühen WAMM-Modellen bis hin zur heutigen Spitzenforschung.
Der imposante Standlautsprecher, der in seiner maximalen Konfiguration eine Höhe von rund 212 Zentimetern erreicht, ist als Fünf-Wege-System in einer speziellen M(MTM)M-Anordnung konzipiert. Laut Herstellerangaben kommen dabei ausschließlich neu entwickelte Schallwandler zum Einsatz, die präzise aufeinander abgestimmt wurden, um eine einheitliche akustische Architektur zu bilden.

Das Herzstück bildet die symmetrische MTM-Einheit, bestehend aus zwei Zwei-Zoll-Mitteltönern (2″ MID) und einem zentralen Hochtöner. Letzterer nutzt die sogenannte „Convergent Synergy Laser Sintered“-Technologie (CSLS), die durch eine neu gestaltete rückseitige Schallkammer interne Reflexionen und Rauschen minimieren soll.
Treiber-Architektur der Wilson Autobiography
Für den kritischen Mitteltonbereich ober- und unterhalb der MTM-Einheit setzt Wilson Audio auf sieben Zoll große „PentaMag“-Treiber. Diese stellen eine Weiterentwicklung der QuadraMag-Plattform dar und verwenden fünf AlNiCo-Magnete (Aluminium/Nickel/Kobalt), was laut Hersteller zu einer höheren Antriebskraft und verbesserten Flussstabilität führen soll.

Die Tieftonwiedergabe wird von zwei unterschiedlich großen Basstreibern übernommen: Einem 12-Zoll- und einem 15-Zoll-Tieftöner. Diese wurden parallel entwickelt, um als einheitliches System zu agieren und eine Basswiedergabe zu gewährleisten, die trotz ihrer Größe präzise und schnell reagieren soll.
Ein zusätzlicher, nach hinten abstrahlender Ambiente-Hochtöner (Rear Firing Tweeter) aus unidirektionaler Kohlefaser soll zudem die räumliche Tiefe und den harmonischen Ausklang verbessern. Dieser Treiber ist über einen integrierten Dämpfungsregler feinjustierbar, um eine optimale Anpassung an die individuelle Raumakustik zu ermöglichen.
Schlittensystem zur Mitteltöner-Kalibrierung
Ein besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die mechanische Zeitausrichtung der einzelnen Module. Durch ein spezialisiertes Schlittensystem lässt sich die Positionierung der Mitteltonmodule unabhängig voneinander kalibrieren. Die hierbei erreichte Präzision im Zeitbereich soll laut Wilson Audio sogar die bisherigen Flaggschiffe WAMM Master Chronosonic und Chronosonic XVX übertreffen.

Das Gehäuse besteht laut Hersteller aus einem komplexen Mix verschiedener Verbundwerkstoffe wie X-, V- und H-Material, die jeweils aufgrund ihrer spezifischen Dämpfungseigenschaften an strategischen Punkten eingesetzt werden.
Die Autobiography-Frequenzweiche
Auch bei der Frequenzweiche setzt die Manufaktur aus Provo im US-Bundesstaat Utah auf kompromisslose Handarbeit. So werden laut Wilson Audio hierfür Punkt-zu-Punkt-verdrahtete Schaltungen verwendet, die ohne Leiterplatten auskommen, um klangliche Beeinflussungen zu vermeiden.
Zum Einsatz kommen dabei eigens gefertigte „Reliable Capacitors“ (Rel-Cap) mit einer Toleranz von lediglich +/- 0,2 %. Insgesamt besteht die Autobiography aus mehr als 1.800 maßgeschneiderten Elementen.
Wilson Audio Autobiography: Verfügbarkeit und Preis
Die Wilson Audio Autobiography wird laut dem deutschen Vertrieb Audio Reference im Laufe dieses Jahres in kleinen Stückzahlen verfügbar sein. Der Paarpreis für die Lautsprecher liegt inklusive Zoll, Steuern und Versand um 999.000 Euro.
Ihre weltweite Publikums-Premiere feiern diese Ultra-High-End-Lautsprecher im Juni auf der „High End“-Messe in Wien, wo sie am Stand von Audio Reference zu erleben sein werden.
