Der iPod wird 20

Am 23. Oktober 2001 stellte Apple-Chef Steve Jobs den ersten iPod vor. Er kostete rund 1000 Mark und war anfangs alles andere als ein Selbstläufer.

Während die ersten MP3-Player, die Ende der 1990er Jahre auf den Markt kamen, mit Flash-Speichern arbeiteten und nur magere Speicherkapazitäten boten, setzte Apple beim iPod auf kompakte Festplatten mit immerhin 5 GB Speicherplatz – genug für rund 1000 Songs in allerdings eher bescheidener MP3-Qualität. „Die komplette Musiksammlung in der Hosentasche“, hieß es damals, und durch die konnte man mit einem Scroll-Rad anhand eines Schwarzweiß-Displays navigieren. Den Durchbruch erlebte der iPod aber erst, als Apple im iTunes-Store Musik als Downloads verkaufte und die iTunes-Software auch für Windows-Nutzer anbot. Ab 2004 folgten kleinere Modelle wie iPod mini und iPod shuffle mit Flash-Speichern, aber bei den „großen“ iPods hielt Apple bis 2007 an der Festplatte fest – dann allerdings mit stolzen 160 GB. Zu dieser Zeit wurde auch die Klangqualität im iTunes Store auf 256 kBit/s erhöht und der Kopierschutz abgeschafft – was dem iTunes/iPod-Kosmos neuen Schub gab. Im selben Jahr 2007 präsentierte Apple aber auch das iPhone und kurz darauf den iPod touch, der de facto ein iPhone ohne Mobilfunk-Modul war. Mit ihm konnte man erstmals via WLAN im Internet surfen und direkt – ohne den PC – Musik im iTunes Store kaufen. Heute ist der iPod touch das letzte noch verbliebene iPod-Modell, und mit Preisen ab 230 Euro (mit 32 GB Flash-Speicher) das günstigste Gerät mit iOS-Betriebssystem.

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