Chord Electronics Quartet: Digitaler Upscaler mit Analog-Digital-Wandler

Der Quartet von Chord integriert als neues Flaggschiff erstmals einen Analog-Digital-Wandler (ADC), um die upscaling-gestützte Signalaufbereitung auch für analoge Quellen zu bieten.

Chord Electronics Quartet upscaler

Der britische HiFi-Hersteller Chord Electronics hat mit dem Quartet einen neuen digitalen Upscaler vorgestellt. Dieser kann – im Gegensatz zu DAC-Chips, die mit fester Taktfrequenz arbeiten – Taktfrequenzen auf Grundlage mathematischer Vorschriften hochskalieren.

Der Quartet präsentiert sich in einem zweiteiligen Gehäusedesign. Die separate Stromversorgung wurde von Digital-Spezialist Rob Watts entwickelt und verfügt über eine aufwendige HF-Filter-Architektur zur Unterdrückung von Hochfrequenzstörungen.


Durch dieses proprietäre Verfahren soll eine klangliche Reinheit erzielt werden, die üblicherweise nur mit batteriebetriebenen Geräten assoziiert wird , obwohl das Gerät regulär am Stromnetz betrieben wird. Das Gehäuse ist wahlweise in den Ausführungen „Argent Silver“ oder „Jett Black“ erhältlich.

Massive Rechenleistung für hohe Genauigkeit

Die Technik Unter der Haube arbeitet der neu entwickelte „Blackbird WTA“-Filter (Watts Transient Aligned), in den laut Hersteller 46 Jahre Forschung geflossen sind. Während der bisherige M Scaler eine Million Filter-Taps nutzte, um die zeitlichen Abstände zwischen digitalen Samples mathematisch zu rekonstruieren, arbeitet der „Blackbird WTA“-Filter des Quartet mit der massiven Rechenleistung der vierfachen Anzahl von Taps.

Dadurch verspricht der Hersteller eine verzehnfachte Genauigkeit bei der transienten Zeitwiedergabe; dies soll in einer äußerst naturgetreuen Abbildung von Timbre, Basspräzision und räumlicher Tiefe resultieren. Zudem wird die Filterung direkt in der Hardware und nicht über Software-Shortcuts wie FFT-Faltungen umgesetzt.

Novum: integrierter „Pulse Array ADC“

Ein Novum für Chord-Upscaler ist der integrierte „Pulse Array ADC“. Dieser Wandler nutzt spezielle Dezimationsfilter, um das sogenannte Aliasing – eine destruktive Form der Verzerrung im Hochfrequenzbereich – laut Hersteller vollständig zu eliminieren.

An Anschlüssen finden sich rückseitig isolated USB-B und optische Eingänge sowie RCA-Analogbuchsen für den ADC.

Ausgangsseitig stehen Dual-BNC-Buchsen bereit , die Signale mit bis zu 768 kHz ausgeben können und damit perfekt mit dem Flaggschiff-DAC Dave harmonieren sollen. Zu den weiteren Funktionen gehört ein verlustfreier 108-Bit-Digital-EQ mit weitreichenden Regelmöglichkeiten , der zuerst im Mojo 2 zum Einsatz kam, sowie eine programmierbare Latenz für die AV-Integration.

Chord Quartet: Preis und Verfügbarkeit

Der Chord Electronics Quartet ist ab sofort zu einem Preis von 25.000 Britischen Pfund (umgerechnet ca. 28.900 Euro) bestellbar. Das Gerät wird mit einer fünfjährigen Garantie ausgeliefert. Eine erste Serienversion wird auf der High End 2026 in Wien ab dem 4. Juni zu sehen sein.

Optional bietet Chord dazu ein passendes Ständersystem an (Choral Ensemble Stand System), dessen Preis bei 1,595 GBP pro Einheit liegt.



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