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26.09.2017

Set Top Boxen „+273 %“

aus "HEMIX" Q1/2017 (Grafik: gfu)

Neuer Zuwachsrekord in der Verkaufsstatistik für den deutschen Unterhaltungselektronikmarkt: Der Umsatz mit Set Top Boxen hat sich im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu vervierfacht. Kein Wunder: In das erste Quartal fiel die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD, die viele Nutzer des terrestrischen Fernsehens zum Kauf einer Set Top Box zwang. Rund 2 Mio. Stück hat die Branche in diesen drei Monaten verkauft – und damit gut 200 Mio. Euro eingenommen. Auch Fernsehgeräte spielten rund 10 % mehr ein als ein Jahr zuvor. Deutlich rückläufig dagegen DVD- und Blu-ray-Player oder -Recorder. HiFi-Einzelkomponenten blieben weitgehend stabil, und Lautsprecherboxen konnten beim Umsatz sogar leicht zulegen, wobei allerdings Soundbars mitgerechnet sind. Heimkinoanlagen und herkömmliche Mini/Mikroanlagen spielen kaum noch eine Rolle – die Leute greifen zu netzwerkfähigen Systemen oder gleich zu multiroomtauglichen All-in-One-Lautsprechern. Oder sie kaufen Kopfhörer – die gern auch etwas teurer sein dürfen: Dank gestiegener Durchschnittspreise legte ihr Umsatz um 15 zu. Weniger rosig geht es der IT-Branche: Die Stückzahlen bei Desktop-PCs sanken gegenüber dem ersten Quartal 2016 um 20 %, bei Notebooks um 12 % und bei Tablets gar um 25 %. Auch Smartphones verkauften sich nicht mehr ganz so viele wie vor einem Jahr, aber die Leute griffen zu höherpreisigen Modellen, so dass der Umsatz leicht stieg. Übrigens nennt sich die Verkaufsstatistik, die vierteljährlich von gfk, gfu und dem Handelsverband Technik erstellt wird, nicht mehr „CEMIX“ sondern ab sofort „HEMIX“ für „Home Electronics Markt Index“. Denn sie berücksichtigt jetzt auch Elektro-Haushaltsgeräte.

 

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