Musikindustrie weltweit: Mehrheit für „Digital“

Nach den Zahlen für den deutschen Markt und für den US-Markt wurden heute auch die Umsätze der Musikindustrie weltweit bekanntgegeben. Demnach steuerte 2016 das „Digitalgeschäft“, also Streaming und Downloads, erstmals mehr als die Hälfte zum gesamten Umsatz der Labels bei. Dabei sind sogar noch die Einnahmen aus öffentlicher Aufführung und Rundfunksendung sowie aus Filmmusik &…

Nach den Zahlen für den deutschen Markt und für den US-Markt wurden heute auch die Umsätze der Musikindustrie weltweit bekanntgegeben. Demnach steuerte 2016 das „Digitalgeschäft“, also Streaming und Downloads, erstmals mehr als die Hälfte zum gesamten Umsatz der Labels bei. Dabei sind sogar noch die Einnahmen aus öffentlicher Aufführung und Rundfunksendung sowie aus Filmmusik & Co. („Synchronisation“) mitgerechnet. Zieht man nur das Endkundengeschäft heran, dann beruht es schon zu fast 60 % auf Download und Streaming und nur noch zu 40 % auf dem Tonträgerverkauf. Zum „Digitalgeschäft“ (dazu zählt die CD nicht, obwohl auch sie ein digitales Medium ist) steuert wiederum das Streaming fast 60 % bei. Ende 2016 hatten 112 Millionen Menschen einen kostenpflichtigen Musik-Streaming-Dienst abonniert. Insgesamt hat die Musikindustrie in 2016 weltweit fast 6 % mehr umgesetzt als im Vorjahr. Die Zahlen hat der Branchenverband IFPI heute veröffentlicht – nicht ohne den „value gap“ zu beklagen, also die Marktverzerrung durch Gratis-Angebote wie Youtube.



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