Musical Fidelity X-Power: Potenter Netzfilter
Der neue X-Power von Musical Fidelity ist ein aufwendiger Line Power Conditioner. Er kombiniert Überspannungsschutz, Hochfrequenzdämpfung und DC-Blocker.

Mit dem X-Tube, Class-A-Triodenröhren-Ausgangspuffer, hatte Musical Fidelity letztes Jahr seine X-Line eingeläutet. Mit dem neuen X-Power knüpft der Hersteller nun daran an: Die neue „Zylinder“ ist ein aufwendiger Line Power Conditioner. Der kompakte Stromaufbereiter kombiniert Überspannungsschutz, extreme Hochfrequenzdämpfung und einen integrierten DC-Blocker zur Optimierung anspruchsvoller HiFi-Ketten.
Die Qualität des heimischen Stromnetzes nimmt durch den zunehmenden Einsatz von Schaltnetzteilen, Netzwerktechnik und LED-Beleuchtung stetig ab. Dies klann die Performance empfindlicher Audiokomponenten hörbar beeinträchtigen. Musical Fidelity adressiert dieses Problem mit dem neuen X-Power, einem kompakten Netzfilter. Er verfügt bewusst über lediglich einen Eingang und einen Ausgang. Das Gerät ist darauf ausgelegt, wahlweise dediziert einzelne Großverbraucher wie Endstufen zu versorgen. Auch kann er – mittels einer hochwertigen, ungefilterten Steckdosenleiste – als saubere Stromquelle für ein ganzes Quellgeräte-Setup zu dienen.
Stabiles Gehäuse, stattliches Gewicht
Das Hauptgehäuse besteht aus einem massiven, einteiligen Aluminiumstrangpressprofil. Dieses sorgt nicht nur für hohe mechanische Stabilität , sondern soll. vor allem bestmögliche Abschirmung gegen äußere elektromagnetische Störeinflüsse gewährleisten Die Front ziert eine aufwendig gebürstete Aluminiumplatte.Der Stromaufbereiter misst kompakte 108 mal 105 mal 274 Millimeter in Breite, Höhe sowie Tiefe. Dazu bringt er ein stattliches Nettogewicht von 2,29 Kilogramm auf die Waage.
Technik und dreiteilige Filterung
Technisch setzt sich die Schaltung des X-Power aus drei wesentlichen Bausteinen zusammen. Den Ein- und Ausgang der Stromaufbereitung markieren zwei dedizierte Überspannungsschutzstufen, die das angeschlossene Equipment effektiv vor Spannungsspitzen durch Blitzeinschläge oder plötzliche Netzschwankungen bewahren sollen.
Das klangliche Herzstück bildet ein maßgeschneiderter EMI/RFI-Filter zur Unterdrückung von Hochfrequenzstörungen, der aus zwei Gleichtaktdrosseln mit entsprechenden Gleichtakt- und Differenzmodenkondensatoren aufgebaut ist.Laut Entwickler erreicht diese aufwendige Konstruktion außergewöhnliche Dämpfungswerte: Bereits bei 100 Kilohertz liegt die Dämpfung bei knapp -60 Dezibel, während bei 1 Megahertz sogar Werte von über -80 Dezibel erzielt werden.
Ergänzt wird diese Filterstufe durch einen leistungsfähigen Gleichstromblocker (DC-Blocker). Ein spezielles Netzwerk aus Dioden und Elektrolytkondensatoren filtert unerwünschte Gleichstromanteile von bis zu 2 Volt aus dem Wechselstromsignal heraus.

Dies verhindert effektiv die Sättigung von Ringkerntransformatoren in angeschlossenen HiFi-Geräten, was andernfalls zu mechanischen Vibrationen (Trafobrummen) und Leistungseinbußen führen würde.+3
Signal und Anschluss
Netzseitig nimmt der X-Power den Strom über eine klassische Kaltgerätebuchse (IEC C14) für bis zu 10 Ampere entgegen. Auf der Ausgangsseite steht im europäischen Markt ene Schutzkontakt-Steckdose (Schuko) zur Verfügung.

Bei der maximalen Nennbelastung von 10 Ampere stellt der Netzfilter an einem 230-Volt-Netz eine Spitzenleistung von 2300 Watt bereit. Damit eignet er sich laut Musical Fidelity problemlos für den Betrieb von kraftvollen Stereoverstärkern. Class-AB-Boliden sollen bis zu einer Leistung von etwa 2 mal 700 Watt betrieben werden können, Class-A-Modelle bis 2 mal 550 Watt. Werden mehrere Quellgeräte über eine nachgeschaltete Leiste versorgt, rät Musical Fidelity ausdrücklich dazu, digitale und analoge Komponenten an separaten Stromkreisen zu betreiben
X-Power – Verfügbarkeit und Preis
Der Musical Fidelity X-Power ist ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 499 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
