Canor Virtus I4S & Verto D4S: Start der neuen Foundation-Line
Canor führt die neue „Foundation-Line“ ein. Den Auftakt machen zwei Geräte: der Vollverstärker Virtus I4S und der D/A-Wandler Verto D4S

Mit der neuen Serie richtet sich der slowakische Hersteller Canor laut eigenem Bekunden sowohl an ambitionierte Einsteiger als auch an preisbewusste High-End-Kunden. Das Design der Komponenten ist durch eine klare Linienführung mit großflächigen Glasfronten geprägt, die in den Farbvarianten Silber, Schwarz und Bronze erhältlich sein werden.

Ein zentrales Merkmal der Serie ist die Integration moderner Touch-Steuerungselemente, ohne dabei auf bewährte Analogtechnik zu verzichten.
Virtus I4S: Diskreter Class-AB-Verstärker
Der Vollverstärker Virtus I4S setzt technisch auf eine vollständig diskret aufgebaute Class-AB-Endstufe, die eine Leistung von zweimal 120 Watt an 4 Ohm (bzw. 2 x 75 Watt an 8 Ohm) bereitstellen soll. Um die Betriebstemperaturen der Transistoren stabil zu halten, kommen speziell entwickelte Kühlkörper mit Heatpipe-Technologie zum Einsatz.

Zur Ausstattung gehören neben drei Hochpegeleingängen (2 x Cinch, 1 x XLR) auch ein Kopfhörerausgang sowie eine integrierte Phono-Vorstufe. Letztere unterstützt sowohl MM- als auch MC-Tonabnehmer und lässt sich in der Verstärkung anpassen (MM: 40/46 dB; MC: 60/66 dB).
Ein auffälliges Design-Detail ist der runde, 45 Millimeter große Touchscreen, der direkt in den Lautstärkeregler eingelassen ist.

Verto D4S: High-Res-DAC mit Touchscreen
Als digitaler Spielpartner fungiert der D/A-Wandler Verto D4S. Im Inneren arbeiten zwei ESS Sabre 9038 Chips in einer Dual-Mono-Konfiguration. Canor betont, dass auch hier die analoge Ausgangsstufe vollständig diskret aufgebaut ist und konsequent auf Operationsverstärker im Signalweg verzichtet wurde.

Die Anschlussvielfalt umfasst USB, AES/EBU, Koax, zwei optische Eingänge sowie einen HDMI-Eingang für TV. Der Wandler verarbeitet PCM-Signale bis 768 kHz und DSD nativ bis DSD512. Die Bedienung erfolgt über ein 18 Zentimeter breites Farb-Touchdisplay, das sich über die gesamte Gerätefront erstreckt.
Foundation-Line: Verfügbarkeit und Preise
Beide Modelle, die auf der letzten High End-Messe noch als Basic-Line vorgestellt wurden, sollen ab Anfang Februar 2026 im Fachhandel verfügbar sein. Der neue Serienname „Foundation Line“ soll sie laut Hersteller klarer und konsistenter am Markt positionieren – der Begriff „Basic“ hätte nachvollziehbar falsche Assoziationen wecken können. Der Preis für den Verto D4S liegt bei um 2.500 Euro, der Virtus I4S wird mit einer UVP von um 2.800 Euro gelistet.
