Cambridge Audio L/R-Serie: Einstand im Boxen-Segment

Paukenschlag zum Jahresauftakt: Lautsprecher hatte Cambridge Audio bisher nicht anzubieten – das ändert sich nun mit den drei Aktivboxen der L/R-Serie.

Die britische HiFi-Manufaktur Cambridge Audio schließt eine Lücke im Portfolio. Ihre erste Serie aktiver Lautsprecher trägt den Namen „L/R“ und umfasst drei Modelle. Sie vereinen Streaming-Elektronik sowie Verstärkertechnik in kompakten Gehäusen.

Auf der diesjährigen CES in Las Vegas werden die drei Aktivboxen erstmalig vorgestellt. Ziel der Entwicklung war es laut Hersteller, dass durch integrierte Elektronik eine vollständige HiFi-Anlage gar nicht unbedingt nötig ist, um auch in größeren Räumen ein dynamisches Klangbild zu erzeugen.

Für die Produktentwicklung warb Cambridge Audio den bisherigen Technical Project Manager von Naim, Oliver Marshall, ab.

L/R M und L/R X: Streaming und Konnektivität

Die beiden größeren Modelle, L/R M und L/R X, sind mit der firmeneigenen „StreamMagic“-Plattform der vierten Generation ausgestattet, wie sie vom Receiver 150SE oder dem All-In-One-System Evo One bekannt ist.


„StreamMagic“ unterstützt laut Cambridge Audio gängige Dienste wie Tidal Connect, Spotify Connect Lossless, Qobuz, Roon Ready sowie Multiroom-Anwendungen via Google Cast und Apple AirPlay 2.

Anschlussseitig bieten die Lautsprecher HDMI eARC für die TV-Integration, digitale Eingänge sowie eine MM-Phonostufe für Plattenspieler. Die Kommunikation zwischen den beiden Lautsprechern eines Stereopaars erfolgt wahlweise drahtlos über den WiSA HT-Standard oder per USB-C-Kabel. Zur Raumanpassung stehen ein 7-Band-Equalizer und eine Ortsentzerrung per App zur Verfügung.


Akustisch setzen beide größere Modelle auf ein 2,5-Wege-System mit zwei Tiefmitteltönern, die von seitlichen Passivradiatoren unterstützt werden. Ein neu entwickelter „Torus“-Hochtöner mit Waveguide soll für eine optimierte Schallausbreitung sorgen.

Cambridge Audios neue Aktivboxen, hier das L/R M-Modell, sind als 2,5-Wege-System mit zwei Tiefmitteltönern sowie seitlichen Passivradiatoren konzipiert.

Die Leistung wird beim Modell L/R M mit 2x 150 Watt RMS und beim Topmodell L/R X mit 2x 400 Watt RMS angegeben. Letzteres soll  trotz Regalformats mit Standboxen konkurrieren können.

L/R S: Kompaktes Einstiegsmodell

Das kleinste Modell der Serie, der L/R S, ist für den Einsatz auf Schreibtischen oder Regalen konzipiert. Es nutzt ein geschlossenes Gehäuse und verfügt über eine Class-D-Verstärkung mit 100 Watt RMS.

Die Zuspielung erfolgt hier primär drahtlos via Bluetooth (aptX HD) oder kabelgebunden über USB, Toslink und Analogeingang. Ein Subwoofer-Ausgang ist vorhanden.

Preis und Verfügbarkeit

Die Markteinführung ist im Laufe des Jahres 2026 geplant. Alle Modelle sind in fünf Lackfarben (Weiß, Blue, Grün, Orange und Schwarz) sowie in Walnuss-Echtholzfurnier erhältlich. Die drei Modelle werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt.

L/R S soll als erstes Modell ab Quartal 2 2026 verfügbar sein. Die Preise für das Paar liegen bei 499 Euro für die Lack- und 549 Euro für die Walnuss-Version. Im dritten Quartal 3 2026 folgt dann laut Ankündigung des Herstellers das Flaggschiff L/R X mit folgenden Preisen: 1.999 Euro (Lack) / 2.099 Euro (Walnuss) pro Paar.

Last but not least, Richtung Spätsommer, kommt dann das L/R M-Modell – mit Paarpreisen von 1.399 Euro (Lack) bzw. 1.499 Euro (Walnuss).



Ähnliche Beiträge