Musikmarkt legt 2025 weiter zu

Der deutsche Musikmarkt zeigte sich laut dem Bericht des BVMI auch im zurückliegenden Jahr 2025 stabil und verzeichnete ein solides Umsatzplus.

Poster announcing Musikindustrie 2025 with bold pink typography on a blue geometric background and the BVMI logo

Während das digitale Streaminggeschäft im Jahr 2025 seine unangefochtene Führungsposition weiter ausbaute, behauptet sich die Vinyl-Schallplatte als stabiler Wachstumsträger innerhalb eines insgesamt rückläufigen physischen Marktsegments.

2025: Musikmarkt-Wachstum um 2,3 Prozent

Laut den aktuellen Daten des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) beliefen sich die Handelsumsätze mit Musik auf CDs, Vinyl-LPs, Downloads und Streaming im Jahr 2025 auf insgesamt 2,42 Milliarden Euro.

Dies entspricht einem Zuwachs von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die daraus resultierenden reinen Industrieeinnahmen beziffert der Verband auf 1,33 Milliarden Euro.

Streaming knackt die Zwei-Milliarden-Grenze

Wichtigster Treiber des Marktes bleibt das Musik-Streaming, dessen Handelsumsatz um 4,1 Prozent zulegte. Mit einem Anteil von mittlerweile 84,4 Prozent an den Brancheneinnahmen generierte das Streaming-Segment allein mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz.

Der gesamte digitale Markt – inklusive Downloads – macht damit 85,8 Prozent des Gesamtgeschäfts aus, während das physische Segment gegenüber dem Vorjahr fast zwei Prozent verloren hat bei 14,2 Prozent liegt.

Vinyl legt zu, CD bleibt zweitstärkste Kraft

Das physische Marktsegment verzeichnete insgesamt einen Rückgang um 5,9 Prozent und erlöste 345 Millionen Euro. Innerhalb dieses Bereichs setzt sich der positive Trend für analoge Vinyl-LPs jedoch fort: Die Schallplatte wuchs im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent und sichert sich damit einen Anteil von 44,2 Prozent am physischen Markt.

Trotz eines spürbaren Rückgangs der CD-Verkäufe um 11,3 Prozent konnte die klassische Compact Disc von der Schallplatte wertmäßig noch nicht eingeholt werden. Die CD behauptete sich somit auch 2025 als das zweitstärkste Umsatzsegment des Gesamtmarktes.

Der BVMI-Vorstandsvorsitzende Drücke verwies angesichts der fortschreitenden Marktdynamik auf die zunehmende Bedeutung des digitalen Lizenzgeschäfts und betonte die Notwendigkeit eines starken Urheberrechts, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Durchdringung des Marktes durch Künstliche Intelligenz.

Alle obigen Zahlen und Fakten sind dem Jahrbuch „Musikindustrie in Zahlen 2025“ des Bundesverbands der Musikindustrie (BVMI) entnommen, das hier als als kostenfreies E-Paper abrufbar ist. Darin finden sich auch Details zu Musiknutzung, Musikhandel, Repertoire und Charts, zu den Profilen von Musikkäuferinnen und -käufern in Deutschland sowie zur Entwicklung des Musikmarktes weltweit.



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