Kenny Garrett | Sounds From The Ances­tors

Als der aus Detroit stammende Kenny Garrett 1980 in New York eintraf, passte der Twen exzeptionell zu dem als Me­dienereignis gefeierten Neobop. Doch erst richtig aufmerksam wurde man auf den Saxofonisten, als er für mehrere Jahre in der Miles Davis Group mitwirkte. Sein kompetenter Mix von lässigem Bop und originellem Funk vervollständigte die Minimalismen des prominenten Trompeters.

In der Folge nahm Kenny Garrett hervorragende Alben auf. In diesen entlädt sich in jeder seiner Improvisationen ein kreatives Potenzial, das sich ungezwungen zwischen Tradition und Gegenwart afroamerikanischer Musik bewegt. Auf „Sounds From The Ancestors“ reflektiert der Saxofonist den Sound seiner Jugend. Dazu gehörte die Soul Music von Aretha Franklin und Curtis Mayfield, die speziell in „When The Days Were Different“ aufleuchtet, ebenso wie der Eindruck, den Coltranes „A Love Supreme“ auf ihn machte. Einen Part dieses hymnischen Themas verwendet Garrett gegen Ende des Titels „Hargrove“. Bei anderen Stücken – wie „It’s Time To Come Home“ – sind rhythmische Elemente afrokubanischer Musik hinzugekommen.

Mit „For Art’s Sake“ erinnert der Saxofonist speziell im Drum- und Percussion-Feature an die Aktionen des Hardbop-Gurus Art Blakey und des Afro-Beat-Pioniers Tony Allen. Im spannendsten Stück der Session „Soldiers Of The Fields/Soldats des Champs“ sorgt Lenny White auf der Snare Drum für weitere rhythmische Bereicherung und unterstützt damit eindrucksvoll den improvisatorischen Höhenflug des Leaders, wie auch Vernell Brown, Jr. mit seinen figurativen Pianomotiven.

Gerd Filtgen

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Kenny Garrett: Sounds From The Ances­tors; Kenny Garrett (as), Vernell Brown, Jr. (p), Corcoran Holt (b), Ronald Bruner (dr), Rudy Bird (perc); Mack Avenue/In-Akustik

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