Fotos: Sven Thielmann

JAZZ IN SKANDINAVIEN, TEIL 4

Innerhalb weniger Dekaden verwandelte sich das kleine Königreich Norwegen in eine große Jazz­nation. Keimzelle der heute so komplexen Szene war ein Quartett blutjunger Musiker, denen zwei amerikanische Jazzer nachhaltige Impulse

gaben. Skandinavischer Jazz, Teil 4.

E ine Sonderrolle in der Geschichte des skandinavischen Jazz, die eng mit der Geografie des von tiefen Fjorden und kargen Gebirgszügen dominierten Landes verknüpft ist, spielt Norwegen. Die Goldenen Jahre des norwegischen Jazz lagen in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren, als sich gut 30 Jazzclubs über das Königreich verteilten – bei einer Bevölkerungszahl von damals drei Millionen. Wer dort auftrat, hatte sein Handwerk entweder auf einem der zwischen Skandinavien und Amerika verkehrenden Überseedampfer gelernt oder es sich via Radio autodidaktisch draufgeschafft.

Amerikaner spielten so gut wie keine Rolle in der Szene, weil das Reisen nach und in Norwegen äußerst mühsam war. Lag Schnee auf dem kleinen Flughafen in Oslo, wo US-Stars in der Regel nur für einen Abend mit lokaler Rhythmusgruppe auftraten, mussten sie aus Dänemark eine Fähre nehmen. Das 1961 gegründete Jazzfestival Molde war nur per Schiff oder stundenlanger Autofahrt erreichbar. Darum spielten amerikanische Jazzer wie Dexter Gordon, Stan Getz oder Don Cherry zwar gern und oft in Norwegen, lebten aber lieber in den Nachbarländern.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe FONO FORUM Juni 2022.

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Heftinhalt Ausgabe 07/2022

SPEZIAL: MUSIK UND MALEREI

VISUELLE EINDRÜCKE UND TONMALEREI
In „Bilder einer Ausstellung“ und anderen Werken wurde Malerei in Musik übertragen

DER BLAUE REITER
Wie Schönberg und Kandinsky gemeinsam den Weg in die Abstraktion beschritten

GESCHWISTERLIEBE
Seit dem 19. Jahrhundert schielen Komponisten auf die Malerei – und Künstler auf die Musik

DOPPELBEGABUNGEN
Über Komponisten als Maler und Bildende Künstlerin der Klassikwelt

KOMPONISTEN ALS SYNÄSTHETIKER
Liszt, Messiaen, Sibelius und viele weitere Komponisten sahen bei Klängen Farben

ACHT THESEN ZUR SYNÄSTHESIE
Erkenntnisse über ein immer noch rätselhaftes Sinnesphänomen

KOMPONISTEN-BILDER IM WANDEL
Bildnisse von Komponisten sind immer auch historische Dokumente


INTERVIEW & PORTRÄT

BERTRAND CHAMAYOU
Der französische Pianist rückt mit der Neuaufnahme der „Vingt Regards sur l’enfant-Jésus“ in die erste Reihe der Pianisten auf

SAMUEL HASSELHORN
Der deutsche Bariton erkundet Schuberts Seelenwelten – mit einem Album, das um die Themen „Glaube, Hoffnung, Liebe“ kreist

LEA BIRRINGER
Die neugierige Geigerin ergänzt Standardwerke gerne mit unbekannten Stücken von Komponisten wie Christian Sinding

DANIEL OTTENSAMER
Wie der Klarinettist gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Traxler und dem Cellisten Stephan Konczdas reiche Klarinettentrio-Repertoire erschließt


HIFI FORUM

KOPFHÖRER ZUM ERSTEN
Einen optisch glänzenden Auftritt bietet der SendyPeakock schon mal, doch wie steht es um den Klang?

KOPFHÖRER ZUM ZWEITEN
Sündhaft teuer präsentiert sich der elektrostatische Kopfhörer Audeze LCD-5 und strebt die Spitze an

KOPFHÖRERVERSTÄRKER
Der Hybrid-Vorverstärker Vincent KVH-200 willmit gutem Klang und kräftiger Leistung überzeugen


JAZZ FORUM

JAZZ IN DER KUNST
Eine Verbindung zwischen den Genres besteht seit der Frühzeit des Jazz, die Inspiration ist wechselseitig

DEUTSCHER JAZZPREIS 2022
Bei der Gala-Preisverleihung in Bremen präsentiertesich eine junge, kulturell vielfältige Szene


FOYER

Termine
Leserbriefe
Wen haben wir im Sinn?
In memoriam: Teresa Berganza
Bestenliste „Preis der Schallplattenkritik“
Geburts- und Gedenktage
Charts
Fünf Fragen, fünf Antworten: Luisa Imorde


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