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Rheinische Kantorei. Bild: Thomas Kost
Rheinische Kantorei. Bild: Thomas Kost

Verborgen zwischen Düsseldorf und Köln

Das Festival Alte Musik Knechtsteden kündigt für die 31. Ausgabe ein Programm unter dem Titel „Verborgene Wirklichkeiten“ an.

Die Verborgenen Wirklichkeiten in der Musik hör- und sichtbar zu machen ist die große Mission, die sich als roter Faden durch 31 Jahre Festivalgeschichte zieht. Frei nach dem Motto „Man hört nur, was man weiß“ lädt Hermann Max in neun Konzerten vom 17. bis 24. September zu einer bewusstseinserweiternden Reise ein. Der Vorverkauf startet bei KölnTicket am 1. August.

Fixpunkte im Hauptprogramm sind traditionell die gewichtigen Eigenproduktionen mit den Hausensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert – so auch in diesem Jahr. Prachtvollen Chorklang zum frankophilen Eröffnungskonzert gibt es am 17. September mit Telemann (Deus Judicium Tuum), Bach (Orchester-Suite C-Dur) und Lully (Miserere). Am 20. September stehen italienische Einflüsse rund um Händel (Dixit Dominus), Alessandro Scarlatti (Messa di St. Cecilia) und Steffani (Stabat Mater) im Mittelpunkt. Beide Konzerte öffnen die Ohren dafür, wie eng sich Komponisten der Zeit trotz – oder gerade wegen – der Eigenheiten ihrer Regionalstile gegenseitig anregten. Am 21. September nimmt Hermann Max das Publikum im Motettenprogramm Von Orlando di Lasso bis in die Gegenwart mit in die Hexenküche des Komponierens: In großem Bogen von Monteverdi über die Bach-Familie begegnen sich Gestern und Heute des Tonsatzes – letzteres in Auftragswerken von vier jungen KomponistInnen, die barocke Sujets aufgreifen und in der Musiksprache der Gegenwart vertonen. Das Abschlusskonzert am 24. September setzt eine bereits im letzten Jahr begonnene Spurensuche nach dem wechselnden Klangideal barocker Musik durch die Zeiten fort: Bei Bach im 19. Jahrhundert treffen Hörerlebnisse der Zeit auf ihre Begeisterung für gegensatzreiche Abendprogramme, wenn die moderne Erstaufführung von Wilhelm Wilms‘ Drie geestelyke Liederen für Bass und Orchester auf Chorwerke von Brahms sowie Herzogenberg und Bachs virtuose Konzerte für 2 bzw. 3 Cembali mit Kiveli und Danae Dörken und Tobias Koch an gleich drei historischen Hammerflügeln treffen. 

Verborgenen Wirklichkeiten ist das Festival auch in kammermusikalischen Eigenproduktionen auf der Spur. Ein Instrumentalkonzert am 18. September gibt tiefe Einblicke in das freundschaftliche Beziehungsgeflecht zwischen Johannes Brahms, Joseph Joachim sowie Clara und Robert Schumann, prominent besetzt mit Florian Donderer (Violine) und Tobias Koch (Klavier); Constanze Backes moderiert. Rund um den 300. Geburtstag von Bachs Wohltemperiertem Clavier I strickt sich die dreiteilige Reihe Bilderbuch Bach. Nach einem gemeinsamen Werkstattgespräch mit der Musikwissenschaftlerin Dagmar Glüxam und dem Musikjournalisten Bernhard Schrammek widmen sich die Tastenvirtuosen Tobias Koch, Menno van Delft und Michael Borgstede am 19. September der wohl berühmtesten Klavierschule aller Zeiten. Ein weiteres Kapitel schlägt die spanischen Cembalistin Amaya Fernández Pozuelo am 22. September auf. Anlässlich des Jubiläums ist eine neue digitale Produktion rund um die Geschichte des Tastenzyklus geplant, die ab September u.a. über die FestivalApp verfügbar sein wird.

Gäste der Landpartie am 18. September und der Gregorianischen Nacht am 23. September sind die Capella della Torre und das estnische Vokalensemble Heinavankar.

Bereits vor Festivalbeginn startet mit Globe Baroque – Sommeroper im Globe Neuss ein neues Format in Kooperation mit dem Kulturamt Neuss. Die Premierenproduktion am 24. August wird mit Alessandro Scarlattis Serenata Il giardino d’amore gefeiert, hochkarätig besetzt mit Roberta Mameli, Xavier Sabata und dem Ensemble 1700 unter der Leitung von Dorothee Oberlinger.

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