Marek Janowski und die Dresdner Philharmonie. Bild: Markenfotografie
Marek Janowski und die Dresdner Philharmonie. Bild: Markenfotografie

Tetralogie und drei mal Neun

Wagners "Ring des Nibelungen" konzertant – Marek Janowski stellt seine Projekte für die Saison 2022/2023 mit der Dresdner Philharmonie vor.

Im Herbst 2022 beginnt Marek Janowskis letzte Saison als Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Dresdner Philharmonie. Mit Richard Wagners „Ring des Nibelungen" in konzertanter Aufführung bringt er noch einmal ein Großprojekt auf die Konzertbühne. Darüber hinaus sind u.a. drei Neunte Sinfonien und ein Strauss-Programm geplant.

Insbesondere die Bedeutung der "Ring"-Aufführung hat uns bewogen, sämtliche Projekte mit Marek Janowski in der kommenden Saison bereits jetzt anzukündigen. Über alle anderen Veranstaltungen in der Saison 2022/2023 informieren wir Sie Anfang Mai.

Vom 30. September bis 15. Oktober 2022 leitet Marek Janowski konzertante Aufführungen der vier Opern des „Rings des Nibelungen" im Konzertsaal des Kulturpalasts. Damit schließt sich für ihn ein Kreis: Die (ebenfalls konzertanten) Aufführungen der Tetralogie zu Beginn der 1980er Jahre am gleichen Ort, damals mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, sind Legende und haben seinen internationalen Ruf als Wagner-Dirigent begründet. Noch heute gelten diese Platten als Referenzaufnahmen, sind die Konzerte im kollektiven Gedächtnis des Dresdner Konzertpublikums fest verankert. Die akustische Qualität des alten Konzertsaals im Kulturpalast war mangelhaft, auch deshalb ist es Janowski ein Anliegen, den Ring im klanglich hervorragenden neuen Konzertsaal noch einmal zu präsentieren.

Neben dem MDR-Rundfunkchor hat er für dieses Projekt eine Reihe bedeutender Wagner-Interpretinnen und –interpreten engagiert. Die genaue Besetzungsliste sowie die Aufführungstermine finden Sie unten sowie auf der Homepage der Dresdner Philharmonie.

Marek Janowski ist es auch in der kommenden Saison ein Anliegen, das Gedenkkonzert zum 13. Februar selbst zu dirigieren. Mit Hans Werner Henzes Sinfonia Nr. 9 für gemischten Chor  

und Orchester, dem Anna Seghers Roman „Das siebte Kreuz" zugrunde liegt, hat er ein Werk programmiert, das insbesondere an den Chor enorme Herausforderungen stellt. Für diese Aufführung hat Janowski den MDR-Rundfunkchor eingeladen.

Mit Bruckners „Unvollendeter" eröffnen Janowski und die Dresdner Philharmonie am 10./11. September 2022 die Saison und sind mit ihr am 18. September 2022 bei einem Gastspiel in der Basilika Ottobeuren zu erleben. Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern steht zu dieser monumentalen Sinfonie in stärkstem Kontrast. Ein Konzept, das in Janowskis Programmen immer wiederkehrt und für das Publikum besondere Höranreize bietet.

Bereits zwei Mal zum Jahreswechsel geplant und coronabedingt abgesagt, soll nun in Janowskis Abschluss-Saison endlich Beethovens letzte Sinfonie erklingen – mit Emily Magee und Marina Prudenskaya in den Frauenstimmen und Klaus Florian Vogt und Tomasz Konieczny als Tenor bzw. Bass. Die Chorpartien übernehmen die Philharmonischen Chöre Dresden und Brno.

Mit „Tod und Verklärung", einer von ihm besonders geschätzten Straussschen Tondichtung, sowie dem selten in Konzertsälen zu hörenden „Macbeth" und der Burleske für Klavier und Orchester bietet Janowski dem Dresdner Publikum am 2./3. Juni 2023 noch einmal einen reinen Richard-Strauss-Abend (Klavier: Francesco Piemontesi).

Mit „Macbeth" und der Burleske sowie Schumanns Sinfonie Nr. 3 („Rheinische") geht das Orchester anschließend auf Gastspielreise nach Katowice (Polen).

Mit einem weiteren Programm, das zwei kontrastreiche Werke in einem Konzert einander gegenüberstellt, beschließt Marek Janowski die Saison. Dafür hat er Anton Bruckners Sinfonie Nr. 5 ausgewählt, ein Werk, das für ihn eine besondere interpretatorische Herausforderung darstellt. Benjamin Brittens „Les Illuminations" für hohe Stimme und Streicher ergänzt das Programm um ein Werk, das etwas im Schatten des britischen Komponisten steht und in den Konzertsälen nicht sehr häufig zu hören ist. Hanna-Elisabeth Müller übernimmt die Sopran-Partie.

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