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Teresa Berganza 2018 beim International Opera Award. Bild: Chris Christodoulou
Teresa Berganza 2018 beim International Opera Award. Bild: Chris Christodoulou

Teresa Berganza

Mit Teresa Berganza ist im Mai eine Jahrhundertsängerin gestorben.

Die spanische Mezzosopranistin, Jahrgang 1933, startete eine Blitzkarriere, die sie bereits 1957 an die Mailänder Scala führte. Zehn Jahre später folgte ihr Debut an der Metropolitan in New York. Im Jahr 2018 erhielt sie den International Opera Award für ihr Lebenswerk. Nach ihrer aktiven Laufbahn unterrichte Teresa Berganza viel. Diskografisch wird vor allem ihre „Carmen“-Aufnahme mit Placido Domingo und Sherril Milnes unter Abbado (Deutsche Grammophon) von Gewicht bleiben. Die Berganza hat hier den Gegentyp zur berstend sinnlichen Carmen à la Marilyn Horne oder Leontyne Price entworfen. Ihre Stimmkultur machte sie auch zur gefragten Mozartsängerin. Ihre gekonnte Zurückhaltung veredelte auch die Aufnahme des „Stabat mater“ von Pergolesi, manche ihrer Liedplatten, so anerkannt sie auch sein mögen, atmen mitunter den Geist des Akademischen („Canciones Espanolas“ mit Narciso Yepes). Nicht zu vergessen sind ihre Glanzleistungen bei Rossini: die Aufnahmen von „Il barbiere di Siviglia“ (mit Hermann Prey), „La Cenerentola“ und „L’italiana in Algeri“ sind Schallplattengeschichte.

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