Lena Haselmann-Kränzle wird zum Wintersemester Professorin für Gesang und Stimmbildung in Weimar. Bild: Christian Palm
Lena Haselmann-Kränzle wird zum Wintersemester Professorin für Gesang und Stimmbildung in Weimar. Bild: Christian Palm

Stimmliche Freiheit als Studienziel

Lena Haselmann-Kränzle wird zum Wintersemester Professorin für Gesang und Stimmbildung in Weimar.

Das Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik erhält kompetente Verstärkung: Ab dem 1. Oktober 2022 tritt Frau Prof. Dr. Lena Haselmann-Kränzle die Nachfolge von Frau Prof. Rynkowski-Neuhof als Professorin für Gesang und Stimmbildung an. Zuletzt lehrte die deutsch-norwegische Mezzosopranistin als Professorin für klassischen Gesang am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

„Weimar ist seit jeher ein Sehnsuchtsort für alle, die mit Musik, Literatur und Kunst zu tun haben“, sagt die frisch berufene Professorin. Im Rahmen ihrer Promotion über norwegische Pianistinnen und Komponistinnen des 19. Jahrhunderts hatte sie vor einigen Jahren bereits einen kurzen Forschungsaufenthalt an der Weimarer Musikhochschule verbracht. „Mich faszinierte damals die Aura des Ortes sehr. Später durfte ich nochmal im Rahmen des Kunstfests Weimar am Deutschen Nationaltheater auftreten, was mir ebenfalls in wunderbarer Erinnerung geblieben ist“, so Lena Haselmann-Kränzle. 

Als „äußerst reizvoll“ bezeichnet sie das Arbeitsspektrum, das nun als Professorin für Gesang und Stimmbildung am Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik auf sie wartet, insbesondere mit seiner Verbindung von klassischem Gesang, Didaktik, Forschung und Praxis. „Für mich steht im Fokus, die Studierenden für klassischen Gesang zu begeistern und ihnen stimmliche Freiheit, vokale Gesundheit und vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten für ihre individuellen zukünftigen Berufsfelder mit auf den Weg zu geben“, betont die künftige Weimarer Professorin.

Lena Haselmann-Kränzle wurde in Heidelberg geboren. Engagements führten die deutsch-norwegische Mezzosopranistin u.a. an die Staatsoper Berlin, die Mailänder Scala, das Grand Théâtre de Genève, die Oper Göteborg, das Teatro Comunale Bologna, die Nationaloper Dänemark, an das Staatstheater Wiesbaden, das Theater Heidelberg, zum Ravinia Festival Chicago (USA), dem Kunstfest Weimar, den New Opera Days Ostrava (Tschechien) sowie den Schwetzinger SWR-Festspielen. Lena Haselmann-Kränzle arbeitete mit Dirigenten wie Helmuth Rilling, Christoph Eschenbach, Konrad Junghänel, Maxime Pascal sowie mit Regisseuren wie Jürgen Flimm, Uwe Eric Laufenberg und Thaddeus Srassberger zusammen.

Zu ihren CD-Produktionen zählen u.a. „Rastlose Lieder“ mit Werken norwegischer Komponistinnen sowie „Durchlöcherte Tradition“, die sich mit verfemter Kammermusik des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Rudolf Piernay sowie an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg bei Prof. Dr. Edith Wiens. Wichtige Impulse erhielt sie von Prof. Renate Behle, Laura Aikin und Leigh Hamilton.

Von 2019 bis 2022 war Lena Haselmann-Kränzle Professorin für klassischen Gesang am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück. Dort initiierte sie die Reihe „Vokalpädagogische Meisterkurse Osnabrück“, u.a. mit Gastdozierenden wie Annette Dasch, Klaus-Florian Vogt, Silvia Krüger und Laura Aikin. Von 2016 bis 2019 war sie Dozentin für Gesang und Fachdidaktik Gesang an der Hochschule für Musik Saar. Lena Haselmann-Kränzle, die über die Professionalisierung der Musikausbildung in Norwegen am Beispiel der Komponistin Agathe Backer Grøndahl promovierte, absolvierte ihr Diplom als Gesangspädagogin an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wurde u.a. vom Richard-Wagner-Verband für die Bayreuther Festspiele, der deutsch-norwegischen Willy-Brandt-Stiftung sowie der Mariann Steegmann Foundation gefördert.

Seither unterrichtete sie u.a. an der Staatsoper Unter den Linden, war Dozentin für die Akademie für Hochbegabte Humboldt auf Scharfenberg und Vocal Coach für das Format „Popstars“ des Senders Pro7. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit der Musikschule Bertheau und Morgenstern Potsdam. Darüber hinaus erteilte sie Meisterkurse für skandinavisches Lied an der Hochschule für Musik Saar sowie an der Arktischen Universität Tromsø (Norwegen), für Gesangs- und Tonmeisterstudierende an der Hochschule für Musik Detmold sowie an der Universität der Künste Berlin.

 

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