Sebastien Rouland. Bild: Honkphoto
Sebastien Rouland. Bild: Honkphoto

Sesshaft in Saarbrücken

Sébastien Rouland bleibt Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters. Der französische Dirigent, der seit 2018 die musikalische Entwicklung des Opernensembles und des Saarländischen Staatsorchesters maßgeblich prägt, hat seinen Vertrag bis 2026 verlängert.

»Ich freue mich außerordentlich, dass wir Sebastien Rouland für vorerst weitere vier Spielzeiten gewinnen konnten», so Generalintendant Bodo Busse. »Seine stilistisch vielfältige musikalische Arbeit mit dem Saarländische Staatsorchester und dem Opernensemble, die diese Spielzeit unter anderem mit Händels ›Alcina‹, Wagners ›Tristan und Isolde‹ und zuletzt Bizets ›Carmen‹ auch überregional für Furore gesorgt haben, zeigt sich auch in den von ihm gestalteten Sinfoniekonzerten. Sein analytisches Feingespür für klangliche Raffinesse, melodische Eleganz, rhythmische Präzision und Transparenz verbinden sich mit emotionaler Kraft und einer außergewöhnlichen menschlichen Integrität, die ihn zu einem großen Gewinn für unser Haus machen. Mit Sébastien Rouland haben wir einen herausragenden, international gefragten Dirigenten, mit dem wir nun auch ab nächster Spielzeit das Mammutprojekt des ›Ring des Nibelungen‹ stemmen können.«

»Die Arbeit mit dem Saarländischen Staatsorchester ist einfach wunderbar«, schwärmt Sébastien Rouland, der über die Vertragsverlängerung nicht lange nachdenken musste. »Bei uns herrscht eine unglaublich tolle und produktive Atmosphäre: Es ist immer wieder eine Freude, mit diesen talentierten Musikerinnen und Musikern zusammenzuarbeiten, weil wir alle dasselbe Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen.«

Roulands großes Ziel für die nächsten Jahre: das Niveau des Orchesters kontinuierlich weiter steigern und den Klangkörper über die Grenzen der Region hinaus bekannt machen. Zusammen mit Orchestermanager Alfred Korn, der seinen Vertrag ebenfalls verlängert hat, plant er für die Zukunft zunehmend mehr nationale wie internationale Gastspiele. »Das Saarländische Staatsorchester spielt auf höchstem Niveau: Alle sollen hören, was wir hier im Saarland für ein tolles Orchester haben«, so Rouland.

Für das nächste Jahr liegt schon eine Einladung in die Tonhalle Zürich vor, und in Paris ist das Saarländische Staatsorchester gleich zwei Mal zu Gast: einmal in der Église de la Madeleine (15. Juli 2023), einmal in der Opéra royal du château de Versailles (29. Mai 2023). In Versailles erklingt eine konzertante Version des »Rheingolds« – und diese Aufführung wird nicht die einzige bleiben: Nach und nach sollen dort alle Teile des »Rings« erklingen. Höhepunkt ist dann 2026 ein mehrtägiges Wagner-Konzert, bei alle vier Teile des Wagner`schen Zyklus` innerhalb weniger Tage zu hören sind.

Und noch aus einem anderen Grund bleibt Rouland gern in Saarbrücken: »Für mich und meine Familie ist hier der ideale Ort, um zu leben und zu arbeiten. Man ist schnell in Frankreich, aber auch in Luxemburg oder in der Schweiz, das ist einfach perfekt.«

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