Aufbau des Bühnenbildes in Sankt Gallen. Bild: Festspiele Sankt Gallen
Aufbau des Bühnenbildes in Sankt Gallen. Bild: Festspiele Sankt Gallen

Sankt Gallens aktuelle Rarität

Vom 24. Juni bis 8. Juli 2022 finden zum 17. Mal die Festspiele in Sankt Gallen statt.

Der St.Galler Stiftsbezirk mit der Kathedrale, der weltberühmten Stiftsbibliothek und weiteren historischen Gebäuden, Höfen und Plätzen bildet auch dieses Jahr wieder die stimmungsvolle Kulisse der St.Galler Festspiele. Im Mittelpunkt des zweiwöchigen Sommerfestivals steht die Festspieloper unter freiem Himmel im Klosterhof. Als Markenzeichen präsentieren die St. Galler Festspiele jeweils eine Rarität aus der Opernliteratur, die nicht zum gängigen Repertoire gehört. 2022 steht Giuseppe Verdis Giovanna d‘Arco auf dem Programm. Ergänzt wird die Festspieloper durch eine Tanzproduktion in der Kathedrale und ein Konzertprogramm.

Verdis Giovanna d‘Arco ist inspiriert von Friedrich Schillers Drama Die Jungfrau von Orleans. Die 1845 an der Mailänder Scala uraufgeführte siebente Oper des Meisters aus Busseto lebt von mitreissenden Chorszenen und Solopartien von bewegendem Tiefgang und schildert das Schicksal und die inneren Konflikte von Frankreichs Nationalheiliger Jeanne d’Arc: Unerschrocken führt sie das französische Heer zum Sieg, entscheidet sich dann jedoch gegen ihre Gefühle und für die göttliche Mission – und fällt am Ende für ihr Vaterland auf dem Schlachtfeld.

Für die Tanzproduktion Gegen den Strom im eindrücklichen barocken Sakralraum der Kathedrale hat Dimo Kirilov Milev mit der Tanzkompanie Theater St.Gallen eine Choreografie entwickelt, die sich mit dem philosophischen Begriff der „flüchtigen Moderne“ auseinandersetzt. Dabei geht es um das Phänomen, dass Flexibilität und Kurzfristigkeit zunehmend die bestimmenden Faktoren in unserem Leben und unseren Beziehungen geworden sind. Ergebnis dieser Entwicklung ist ein Zustand der ständigen Ungewissheit.

Als dritte Programmschiene ergänzt ein Konzertprogramm in verschiedenen Räumlichkeiten des Stiftsbezirks – von der Schutzengelkapelle über die Stiftsbibliothek bis zur Stadtkirche St.Laurenzen – die St.Galler Festspiele. Die Konzertreihe mit Formationen wie La Venexiana, Les inAttendus oder dem Vocalconsort Berlin steht diesmal unter dem Motto „Spielarten der Liebe“. Im Festkonzert in Zusammenarbeit mit dem Domchor St.Gallen erklingen in der Kathedrale religiöse Chorszenen und Arien aus der Welt der Oper.

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