Christoph Eschenbach. Foto: Manu Theobald
Christoph Eschenbach. Foto: Manu Theobald

Rheingau Musik Festival geht zu Ende

Die 35. Festivalsaison endet mit rund 104.566 Besuchern und einer Auslastung von rund 94%.

Am 3. September um 19 Uhr geht mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung ihres Ehrendirigenten Christoph Eschenbach die 35. Saison des Rheingau Musik Festivals zu Ende. Mit Anton Bruckners 8. Sinfonie c-Moll erklingt ein monumentales Werk der Romantik in der Basilika von Kloster Eberbach. 

„Im Rheingau ist Christoph Eschenbach Festivalkünstler der ersten Stunde, und hier weiß man auch: Eschenbach und Bruckner sind eine hervorragende Wahl, um mit großer Klanggewalt ein zehnwöchiges Festival zum Abschluss zu bringen. Das Konzert ist ausverkauft. Doch für die letzten Konzerte bis zum Festivalfinale gibt es noch Restkarten. Es lohnt sich also, bei unserem Kartenvorverkauf oder an der Abendkasse nach Karten zu fragen“, erklärt Michael Herrmann, Intendant des Rheingau Musik Festivals. „Ich bin außerdem sehr angetan von den vielen Dankeswünschen unseres Publikums. In diesem Jahr erreichten mich mehr denn je“, so Michael Herrmann weiter.

„Ich bin positiv berührt von dem großen Besucherinteresse in diesem Jahr. 75 von 134 Konzerten sind ausverkauft. Darunter fallen u.a. Konzerte der diesjährigen Fokus-Künstler: Jan Lisiecki, Julia Fischer und Wolfgang Haffner. Viele Konzerte endeten mit stehenden Ovationen. Ich blicke sehr zuversichtlich in die kommende Festivalsaison. Denn unser Mut und unsere Innovationskraft der letzten beiden Jahre, haben uns auch 2022 eine erfolgreiche Resonanz zu Teil kommen lassen“, betont Marsilius Graf von Ingelheim, Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals.

134 Konzerte an 25 Spielstätten im Rheingau und benachbarten Regionen umfasste das Programm des Rheingau Musik Festivals. 104.566 Eintrittskarten (exkl. Sponsoren- und Pressekarten sowie Weihnachtskonzerte) wurden bislang verkauft. 127.000 Karten gibt es insgesamt (inkl. Sponsoren- und Pressekarten sowie Weihnachtskonzerte). Die prognostizierte Auslastung beträgt 94%. 75 von 134 Konzerten waren ausverkauft. Sämtliche Spielorte waren gleichermaßen beliebt und nachgefragt. Der Gesamtetat der aktuellen Festivalausgabe belief sich auf 8 Mio. Euro.

Das 35. Rheingau Musik Festival fand vom 25. Juni bis zum 3. September 2022 statt und stand ganz im Zeichen des Leitgedankens „Zusammenhalt“. Der diesjährige Festivalsommer brachte seinem Publikum die Musik in voller Strahlkraft und in gewohnt stimmungsvoller Art und Weise zurück. Die Violinistin Julia Fischer und der Pianist Jan Lisiecki waren als Fokus-Künstler gleich in mehreren Konzerten des Rheingau Musik Festivals zu erleben. Ob in großen Orchesterkonzerten, mit berückend schöner Kammermusik oder auch das erste Mal überhaupt als Duo gemeinsam auf der Bühne - Julia Fischer und Jan Lisiecki brachten ihre tiefe musikalische Hingabe und ihre virtuose Spielfreude in den Rheingau. Auch dem Jazz bot das Rheingau Musik Festival in zahlreichen Konzerten eine Bühne. Mit von der Partie war diesen Sommer als Fokus Jazz-Künstler Wolfgang Haffner. Gemeinsam mit der hr-Bigband und Simon Oslender, der Wolfgang Haffner All Star Band und dem Pianisten Michael Wollny stattete der Schlagzeuger dem Rheingau im Festivalsommer 2022 gleich dreimal einen Besuch ab. Außerdem gedachte die Musikwelt dieses Jahr dem 175-jährigen Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy. Im „Sommer voller Musik“ standen im Rheingau daher die klanggewaltigen Oratorien „Paulus“ und „Elias“, facettenreiche Kammermusik, eindrucksvolle Sinfonien, einzigartige Orgelmusik und das berühmte Violinkonzert in e-Moll auf dem Programm. Zudem waren in diesem Sommer gleich fünf der traditionsreichsten deutschen Knabenchöre zu Gast beim Rheingau Musik Festival. In spannenden Konzertprojekten gaben der Thomanerchor, der Windsbacher Knabenchor, die Regensburger Domspatzen und der Dresdner Kreuzchor faszinierende Einblicke in ihre einmalige Klangkultur.

Zu Gast in diesem Sommer waren außerdem herausragende Solisten und Ensembles wie Anne­Sophie Mutter mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck, Jonas Kaufmann mit dem WDR Funkhaus Orchester unter der Leitung von Jochen Rieder, Daniil Trifonov mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Ruth Reinhard, Víkingur Ólafsson mit dem Bergen Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Edward Gardner, María Dueñas und Gabriela Montero mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Paavo Järvi, Isabelle Faust und Antoine Tamestit mit dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Matthew Truscott, das Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste, die Filarmónica Joven de Colombia unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada, das hr-Sinfonierorchester unter der Leitung von Alain Altinoglu, die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Christoph Eschenbach, das Collegium Vocale und das Collegium 1704 mit Václav Luks, Selina Ott und das Norwegian Chamber Orchestra unter der Leitung von Terje Tønnesen, Avi Avital, lveta Apkalna, Sophie Pacini, Linus Roth, Jean Rondeau, Grigory Sokolov, Michael Schönheit, Corinna Harfouch und Hanns Zischler, Bomsori Kim, Sabine Meyer, das Orchester im Treppenhaus, Frank-Peter Zimmermann und Martin Helmchen, Fabian Müller, Andreas Scholl und Dorothee Oberlinger, der Tenebrae Choir, Lucas und Arthur Jussen, Philippe Jaroussky, Kelvin Jones, Stefanie Heinzmann, Mighty Oaks, Laith AI-Deen, Nils Landgren, Phil Siemers und Yvonne Catterfeld.

Die Hauptveranstaltungsorte waren der Fürst von Metternich Konzert-Kubus auf Schloss Johannisberg, Kloster Eberbach, Schloss Vollrads und das Kurhaus Wiesbaden. Dazu kamen zahlreiche Kirchen und Weingüter im Rheingau und in Wiesbaden. In diesem Jahr war der Schlachthof Wiesbaden wieder mit von der Partie. Als neue Spielstätte konnte das Gestüt Schafhof in Kronberg gewonnen werden.

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