Christiane Tewinkel. Foto: Heidi Scherm
Christiane Tewinkel. Foto: Heidi Scherm

Professorin mit Betriebsanleitung

Christiane Tewinkel ist einem Ruf nach Lübeck gefolgt und lehrt seit dem Wintersemester 2021 Musikwissenschaft an der Musikhochschule Lübeck (MHL).

Prof. Dr. Christiane Tewinkel kann auf zahlreiche Publikationen, Lehrerfahrungen und Auszeichnungen im In- und Ausland verweisen. Der gebürtigen Westfälin liegen Musik, Wissenschaft und Musikvermittlung sowie das Schreiben, Forschen und Lehren gleichermaßen am Herzen. In Freiburg und Harvard studierte sie Schulmusik, Anglistik, Germanistik, Musikwissenschaften und Musiktheorie und hospitierte dann im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihrer Promotion an der Universität Würzburg mit einer Arbeit zu Robert Schumanns „Liederkreis op. 39“ folgten Stationen an Hochschulen in Stuttgart, Berlin, Leipzig, Paderborn/Detmold und Berkeley. An der Universität der Künste Berlin habilitierte sie sich mit einer Schrift zur Wissensgeschichte der Musik seit 1945, in weiteren Publikationen beschäftigte sie sich mit den Verknüpfungen zwischen Musik und Literatur, der Geschichte des Konzerts und dem Kreis der Schülerinnen und Schüler um Franz Liszt und Theodor Leschetizky. Ab 2022 wird unter ihrer Leitung an der MHL ein Forschungsprojekt zu transatlantischen Musikbeziehungen um 1900 durchgeführt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Bereits 2004 brachte Tewinkel die mittlerweile in dritter Auflage erschienene und in mehrere Sprachen übersetzte Musikeinführung „Bin ich normal, wenn ich mich im Konzert langweile? Eine musikalische Betriebsanleitung“ heraus, in der sie Wissen über Geschichte und Gegenwart des ‚klassischen‘ Musiklebens ebenso kritisch wie unterhaltsam vermittelt, 2007 folgte ihre „Kurze Geschichte der Musik“. Bis 2019 schrieb Tewinkel regelmäßig für das Feuilleton der FAZ, überdies hatte sie im Tagesspiegel über mehrere Jahre eine eigene Kolumne zum Berliner Musikleben. Von der Harvard University wurde sie für ihre Lehre ausgezeichnet, als Wissenschaftlerin durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, den DAAD, die Deutsch-Amerikanische Fulbright-Kommission, die Gerda Henkel Stiftung, die Fritz Thyssen Stiftung und das Institute for Advanced Study Budapest gefördert.

Zu ihrer neuen Aufgabe an der MHL sagt Tewinkel: „Ich habe den Ruf nach Lübeck gern angenommen, weil die Hochschule deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf genießt. Die Möglichkeiten am Haus sind fantastisch.“ An ihrer neuen Heimat Lübeck mag sie besonders die ausgesucht schöne Silhouette der Stadt und die Nähe zur Ostsee.

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