Preisübergabe an Anne Luisa Kramb, Violine, mit Stefan Piendl, Geschäftsführer DMR gGmbH, und Irene Schwalb, Projektleitung DMW. Bild:Heike Fischer DMW/DMR
Preisübergabe an Anne Luisa Kramb, Violine, mit Stefan Piendl, Geschäftsführer DMR gGmbH, und Irene Schwalb, Projektleitung DMW. Bild:Heike Fischer DMW/DMR

Preise in Bonn

Der in der Trägerschaft des Deutschen Musikrates stehende Deutsche Musikwettbewerb (DMW) fand in diesem Jahr in Bonn statt, die Preisgelder belaufen sich insgesamt auf rund 50.000 Euro.

Aurel Dawidiuk (Orgel), Lyuta Kobayashi (Klarinette) und Anne Luisa Kramb (Violine) sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2022. Den Kompositionspreis des Deutschlandfunks erhält Marc L. Vogler, der Kompositionspreis des Deutschen Musikrates geht an Taehyun Ha. Darüber hinaus werden 18 herausragende Solistinnen, Solisten und Ensembles mit einem Stipendium ausgezeichnet, mit dem unter anderem die Vermittlung von Konzerten im Rahmen der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb (ehemals Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, BAKJK) verbunden ist.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld, werden in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen und eine eigene CD beim Label GENUIN aufnehmen. Die Förderung durch den Deutschen Musikwettbewerb ist umfangreich und langfristig angelegt: Jährlich finden etwa 150 Konzerte mit Preisträgerinnen und Preisträgern des DMW als Solokonzerte mit Orchester statt. Zusätzlich spielen die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Rahmen der Konzertförderung des Deutschen Musikwettbewerbs pro Saison rund 180 Kammerkonzerte. 

Darüber hinaus werden weitere Preise vergeben. Dazu gehören der Preis der Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Katja Dörner, der in diesem Jahr an Aurel Dawidiuk verliehen wird. Den Publikumspreis erhält Lyuta Kobayashi. 

„Für uns alle ist es berührend zu erleben, dass der Wettbewerb endlich wieder vor Publikum stattfindet. Es ist existenziell für uns als Musiker, gemeinschaftlich mit allen Sinnen in einem Raum Musik zu spüren - und für die jungen Musikerinnen und Musiker ist der Austausch mit dem Publikum auf ihrem Weg in eine Zukunft mit Musik grundlegend“, sagt der Vorsitzende der Gesamtjury, Oliver Wille. 

Eine Besonderheit des diesjährigen Wettbewerbs war die Ausrichtung einer „Carte blanche“. Die Musikerinnen und Musiker, die es bis in die letzte Wettbewerbsrunde geschafft hatten, konnten Werke zum Thema „Atem“ präsentieren, die ihnen persönlich am Herzen liegen. Die Finalrunden waren dadurch programmatisch breit gefächert: Es erklangen Arrangements von Helene Fischer („Atemlos“) bis hin zu Werken von Gustav Mahler („Ich atmet‘ einen linden Duft‘). „Wir freuen uns besonders darüber, dass in diesem Jahr unser Prinzip der Carte Blanche so inspirierend aufgegangen ist. Es gab großartige Ideen zum Thema, die in hoher Qualität zur Aufführung kamen“, sagt Oliver Wille.

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