Lilli Paasikivi (mitte). Bild: Anja Koehler
Lilli Paasikivi (mitte). Bild: Anja Koehler

Neue Chefin für Bregenz

Lilli Paasikivi wird ab der Saison 2025 die künstlerische Leitung der Bregenzer Festspiele übernehmen. Die künstlerische Direktorin der Finnischen Nationaloper in Helsinki folgt damit auf Elisabeth Sobotka, die nach dem Sommer 2024 an die Staatsoper Berlin wechselt. Die Amtszeit der designierten Festspielintendantin läuft zunächst über den Zeitraum von fünf Jahren.

„Lilli Paasikivi stand sowohl im Stiftungsvorstand als auch im Beratergremium einstimmig auf Platz eins der Kandidatenliste. Wir freuen uns sehr, eine erfolgreiche, profilierte und erfahrene Intendantin gewonnen zu haben“, sagt Festspielpräsident Hans-Peter Metzler.

„Es ist eine große Ehre, zur Intendantin der Bregenzer Festspiele ernannt zu werden. Der Ruf des Festivals und seine international anerkannten künstlerischen Partner bieten eine hervorragende Grundlage für die Gestaltung eines vielfältigen Programms auf höchstem Niveau. Ich bin begeistert von den neuen Aufgaben, die damit verbunden sind und freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem hochprofessionellen und engagierten Festspielteam. Als Intendantin möchte ich unserem Publikum außergewöhnliche Kunsterlebnisse bieten und die neuesten interessanten Trends der Kunstform Oper erkunden. Als Sängerin liegen mir die Oper und die Vokalmusik natürlich sehr am Herzen“, sagt Lilli Paasikivi.

Die 1965 im finnischen Imatra geborene Lilli Paasikivi verfügt über tiefgehende und breitgefächerte Erfahrungen in der Welt der klassischen Musik. Neben einer internationalen Karriere als Sängerin an führenden Opern- und Konzerthäusern war sie an der Organisation und Gründung mehrerer Sommerfestivals in Finnland beteiligt. Seit 2013 ist sie künstlerische Direktorin der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Die Verbindung innovativer Technologien mit der Kunstform Oper stehen im Fokus ihrer Tätigkeit an der Finnischen Nationaloper.

Im Rahmen der Stellenausschreibung konnten als beratende Experten mit der Direktorin der Holländischen Nationaloper, Sophie de Lint, und dem Generalintendanten der Königlichen Dänischen Oper, Kasper Holten, zwei herausragende Persönlichkeiten des internationalen Musiktheaterbetriebs gewonnen werden. Während des sechswöchigen Bewerbungszeitraumes von 1. Oktober bis 12. November hatten sich 22 Personen auf die Position beworben.

Die 2002 gegründete Bregenzer Festspiele Privatstiftung ist alleinige Eigentümerin der Bregenzer Festspiele GmbH, die Veranstalterin der jährlich in den Sommermonaten stattfindenden Bregenzer Festspiele ist. Stifter sind der Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele, die Republik Österreich, das Land Vorarlberg und die Stadt Bregenz. Geleitet wird die Privatstiftung von den Vorstandsmitgliedern Hans-Peter Metzler (Präsident), Verena Brunner-Loss (Vizepräsidentin), Wilhelm Muzyczyn (Vizepräsident) sowie Michael Grahammer und Sabine Haag.

Die erste Festspielsaison der neuen Intendantin ist der Sommer 2025, die erste Neuproduktion des Spiels auf dem See unter der neuen künstlerischen Leiterin wird 2026 sein. Nach dem Spiel auf dem See Madame Butterfly der Jahre 2022 und 2023 steht in den Sommern 2024 und 2025 Carl Maria von Webers Der Freischütz in der Regie von Rigoletto-Regisseur Philipp Stölzl auf dem Programm.

Mitte Mai gaben Berliner Kultursenat und Bregenzer Festspiele den Wechsel von Elisabeth Sobotka bekannt. Die aus Wien stammende Kulturmanagerin zeichnet seit der Saison 2015 für das Programm des Sommerfestivals am Bodensee verantwortlich. Sie übernimmt mit der Intendanz der Staatsoper Unter den Linden ab der Spielzeit 2024/2025 eines der weltweit führenden Opernhäuser. Ihren Vertrag mit den Bregenzer Festspielen erfüllt sie vereinbarungsgemäß bis zum Ende der Laufzeit nach dem Sommer 2024.

 

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