Albrecht Mayer. Bild: Ralph Mecke
Albrecht Mayer. Bild: Ralph Mecke

Mayer lädt Meyer ein

Die Musikwoche Hitzacker findet mit ihrer 37. Ausgabe im kommenden Jahr vom 17. bis 26. Februar 2023 statt.

Ab sofort können Karten für das Festival erworben werden, das zum achten Mal von dem renommierten Solo-Oboisten der Berliner Philharmoniker Albrecht Mayer geleitet wird. An den zehn aufeinanderfolgenden Tagen können Besucherinnen und Besucher in 18 Veranstaltungen herausragende, weit über die Grenzen Deutschlands hinweg gefragte Künstlerinnen und Künstler in Hitzacker erleben.

Das bevorstehende Festival widmet sich dem Thema „Choräle“. Wie ein roter Faden ziehen sich Werke Johann Sebastian Bachs durch das von Markus Bröhl geplante Gesamtprogramm. Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts stehen Bachs Choral „O Mensch, bewein‘ dein‘ Sünde groß“ in einer Fassung für Streichorchester von Max Reger sowie Mendelssohns „Reformations-Sinfonie“ mit dem Schlusssatz über den Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Um Brahms‘ Haydn-Variationen mit dem „Chorale St. Antoni“ als Thema kreist das Programm des Abschlusskonzerts. Innerhalb dieses Spannungsbogens wird ergründet, in welch vielfältiger Weise Komponisten durch die Jahrhunderte Choräle behandelt haben.

Fokuskünstler ist der weltweit bekannte Klarinettist Paul Meyer. In Hitzacker wird er Mozarts Klarinettenkonzert als Solist des Eröffnungskonzerts mit dem Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Albrecht Mayer zu Gehör bringen. Darüber hinaus wird er gemeinsam mit dem Brahms Ensemble der Berliner Philharmoniker mit den Klarinettenquintetten von Mozart und Brahms herausragende Spätwerke vortragen. Ein Interpreten Portrait rundet den Auftritt des Klarinettisten in Hitzacker ab. Im Vorjahr begeisterte die ukrainische Geigerin Diana Tishchenko als Fokuskünstlerin das Publikum. 2023 wird sie nach Hitzacker zurückkehren, um an der Seite von Paul Meyer, Claudio Bohorquez (Violoncello) sowie José Gallardo (Klavier) ein Konzert zu spielen, in dessen Zentrum eines der ergreifendsten Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts steht: Olivier Messiaens „Quartett für das Ende der Zeit“. Seine Überschrift „Choräle I“ bezieht dieses Kammerkonzert aus Mendelssohns eröffnendem Klaviertrio c-Moll. Als Thema des Finales dient der Choral „Gelobet seist du, Jesu Christ“.Auch der Klavierabend „Bach“ greift das diesjährige Festivalthema auf. Der international gefeierte und in Hitzacker bereits gut bekannte Pianist Fabian Müllerwird Bach-Choräle in Busoni-Bearbeitungen für Klavier solo sowie Auszüge aus Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ darbieten.

In dem Konzert „Jesu meine Freude“ mit dem Saxophonquartett Kebyart Ensemble werden verschiedene Choräle und Bach-Werke auch in der Rezeption zeitgenössischer Komponisten wie David Maslanka und Jörg Widmann auf dem Programm stehen. Die Musiker werden das Saxophon zudem in einer Instrumentenwerkstatt vorstellen. Auch das traditionelle Format Gesprächskonzert findet sich im Programm wieder: Albrecht Mayer wird die Bach-Kantate „Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem“ spielen und erläutern. Begleitet wird er von Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra. Den Gesangspart übernimmt der Bariton Timothy Sharp. Im Rahmen eines Rezitationskonzerts werden die Pianistin Evgenia Rubinova und der Moderator Christoph Vratz Hintergründe zu Chorälen für Klavier von Franck und Dutilleux beleuchten.

Mit Raphaël Feuillâtre wird in dem Konzert „Adios Nonino“ ein Shootingstar der Gitarrenwelt in einem farbenreichen Barockprogramm unter anderem Werke von Bach, Royer, Rameau, Couperin, Duphly, Vivaldi interpretieren. Bereits am Abend vor dem Eröffnungskonzert können sich die Besucherinnen und Besucher auf eine einzigartige Fassung von Bachs „Goldberg-Variationen“ freuen, die die Saxofonistin Asya Fateyeva zusammen mit Andres Borregaard(Akkordeon) und Eckart Runge (Violoncello) im Auftaktkonzert aufführt.

Ein besonderer atmosphärischer Reigen erwartet das Publikum beim Jazz-Liederabend. Sängerin Joscheba Schnetterbringt zusammen mit den Jazz-Größen Achim Kück (Klavier) und Michael Cammann(Kontrabass) „Farewell Songs“ unter anderen von Duke Ellington, Billy Joel, Gregory Porter, Paul Simon in farbenreichen Arrangements zu Gehör. Und auch der Pianist Markus Becker, der sich in Jazz und Klassik gleichermaßen zuhause fühlt, improvisiert an der Seite von Albrecht Mayer und der Geigerin Liisa Randalu unter anderem über Bach-Choräle.

„Anders als Du“ lautet der Titel des traditionellen Kinderkonzerts. Robert Metcalf, der als „ein wahrer Magier der Kindermusik“ gilt, wird gemeinsam mit seiner Band mit Bewegungen, Gesten, Gebärden und gemeinsamem Singen zum Mitmachen einladen.

Albrecht Mayers Künstlerische Leitung endet mit der Musikwoche Hitzacker 2023 nach acht Jahren. Mit dem Festivaljahr 2024 wird das weltweit renommierte Mahler Chamber Orchestra (MCO) diese Funktion als Kollektiv übernehmen und die Musikwoche gemeinsam mit wechselnden musikalischen Kooperationspartnern gestalten.

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