Dirigent Roland Kluttig. Bild: Oliver Wolf
Dirigent Roland Kluttig. Bild: Oliver Wolf

Kluttig verlässt Graz

Roland Kluttig, Chefdirigent der Oper Graz und der Grazer Philharmoniker, wird nach Ablauf seines Vertrags zum Ende der Saison 2022/23 die Oper Graz auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu widmen.

Nach erfolgreichen Produktionen von Paul Dukasʼ „Ariane et Barbe Bleue“ und Karol Szymanowskis „Król Roger“ übernahm er 2020 das Amt des Chefdirigenten an der Oper Graz und leitete mit großem Erfolg Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“, eine Produktion, die auch auf CD und DVD festgehalten wurde. Auf große internationale Resonanz stieß jüngst die österreichische Erstaufführung von Georg Friedrich Haasʼ „Morgen und Abend“. Zuletzt setzte Roland Kluttig einen Wagner-Schwerpunkt mit „Der fliegende Holländer“ und dem „Ring an einem Abend“. Mit außergewöhnlichen Konzertprojekten wie Jean Sibeliusʼ „Der Sturm“ und Franz Schuberts/Hans Zenders „Winterreise“ im Opernhaus sowie den Sinfoniekonzerten im Musikverein Graz und im Konzerthaus Wien hat Roland Kluttig in kurzer Zeit entscheidende Impulse in der künstlerischen Entwicklung der Grazer Philharmoniker gesetzt. Während seiner Amtszeit in Graz gab er auch sein vielbeachtetes Debut bei den Salzburger Festspielen.

In der letzten gemeinsamen Saison der Intendanz von Nora Schmid in Graz stehen unter anderem Neuproduktionen von Benjamin Brittens „War Requiem“, Bedřich Smetanas „Die verkaufte Braut“, Leoš Janáčeks „Katja Kabanova“ sowie die Wiederaufnahme von Verdis „Don Carlo“ an. Mit Robert Schumanns „Szenen aus Goethes ‚Faust‘“ und Gustav Mahlers 3. Sinfonie wird sich Roland Kluttig als Chefdirigent vom Grazer Publikum verabschieden.

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