Cellistin Luka Coetzee. Bild: André Harms
Cellistin Luka Coetzee. Bild: André Harms

Im Namen von Casals und Feuermann

Cello-Studierende der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt in Weimar gewinnen hoch dotierte Preise.

Bemerkenswerte Erfolge verzeichnet dieser Tage die Celloklasse von Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Vor wenigen Tagen gewann die 17-jährige Bachelorstudentin Luka Coetzee den mit 18.000 Euro dotierten 1. Preis beim „Pablo Casals International Award“ in El Vendrell (Spanien), der Geburtsstadt des berühmten Cellisten Pablo Casals. Ebenfalls in dieser Woche erspielte sich Cellostudent Ivan Skanavi den mit 15.000 Euro dotierten 1. Preis beim Internationalen Cello-Wettbewerb „Grand Prix Emanuel Feuermann“. Der 25-jährige Masterstudent wurde außerdem mit dem Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro für die beste Interpretation eines Auftragswerkes von Jörg Widmann ausgezeichnet.

„Der Feuermann-Wettbewerb ist in diesem Jahr das wichtigste Celloevent neben dem Queen Elisabeth-Wettbewerb, den ja bereits meine Studentin Hayoung Choi gewonnen hatte“, freut sich der Weimarer Celloprofessor Wolfgang Emanuel Schmidt und fügt schmunzelnd hinzu: „So kann es weitergehen.“ Die Wertungsrunden des Feuermann-Wettbewerbs fanden im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, im Konzertsaal der Universität der Künste sowie im Großen Sendesaal des „Haus des Rundfunks“ statt. Im Finale spielte Ivan Skanavi das zweite Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Joseph Bastian.

Auch Skanavis Weimarer Kommilitonin Luka Coetzee zeigt sich über ihren Erfolg hoch erfreut: „Es ist eine große Ehre, den 1. Preis des Pablo Casals International Award gewonnen zu haben, und es ist ein Privileg, nun ein kleiner Teil seines großen Vermächtnisses als Cellist und Mensch zu sein.” Im Finale des Casals-Wettbewerbs in El Vendrell spielte die Cellistin drei Sätze aus Johann Sebastian Bachs Suite für Violoncello solo Nr. 3 sowie Antonín Dvoráks Cellokonzert in h-Moll. „Dieser Preis hilft jungen Cellist*innen unter 22 Jahren, ihr Musikstudium mit Hilfe und Unterstützung der Pau Casals Foundation fortzusetzen“, erklärt Luka Coetzee.

Luka Coetzee, geboren 2004 in Kanada, gab ihr Solodebüt im Alter von elf Jahren mit der Calgary Civic Symphony. Zuletzt erhielt sie im September 2022 den Frans Helmerson-Förderpreis der Kronberg Academy und trat als Solistin mit dem Stuttgarter Kammerorchester auf. Im Oktober 2022 erspielte sie sich den 2. Preis sowie den Sonderpreis der Jury beim 8. Internationalen Dotzauer-Wettbewerb für junge Cellist*innen. Im selben Monat trat Luka als 1. Preisträgerin des 9. Johansen International Strings Competition in Washington D.C. mit dem National Philharmonic Orchestra auf. Luka Coetzee gastierte bereits in Konzertsälen auf der ganzen Welt, darunter der Elbphilharmonie Hamburg, der Berliner Philharmonie, der Tonhalle in Zürich, der Victoria Hall in Singapur sowie auch beim Rheingau Musik Festival.

Ivan Skanavi wurde 1996 in Moskau geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel. Er studierte zunächst am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium, bevor er sein Studium an der Weimarer Musikhochschule in der Klasse von Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt fortsetzte. Er ist Preisträger des „Russian National Cello Competition“, des Wettbewerbs „Ton&Erklärung“ Hannover und des TONALi-Wettbewerbs Hamburg. 2019 erreichte er das Semifinale des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau sowie auch die zweite Runde des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Ivan Skanavi konzertierte bereits mit der Philharmonie Moskau, dem Svetlanov Sinfonieorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Kammerorchester „Musica Viva“ sowie auch dem Kammerorchester Talinn. Er gastierte unter anderem beim Verbier Festival, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim „I Mozartini“-Festival in Italien und den Beethoventagen Bonn.

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