Ilja Ruf. Bild: Jan Baruschke
Ilja Ruf. Bild: Jan Baruschke

Große Ehre, kleines Preisgeld

Preisträger des diesjährigen IB.SH-JazzAward ist der Pianist Ilja Ruf. Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert finden im Rahmen von JazzBaltica (23. bis 26. Juni) in Timmendorfer Strand statt.

Der IB.SH-JazzAward würdigt seit 2008 die Arbeit und das künstlerische Potenzial junger und vielversprechender deutscher Musikerinnen und Musiker, die bei JazzBaltica auftreten. In diesem Jahr stiftet die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) mit 3.000 Euro dotierten Preis zum 15. Mal.

»JazzBaltica bringt in Schleswig-Holstein Jahr für Jahr internationale Musikerinnen und Musiker zusammen. Das Festival steht für Weltoffenheit, Vielfalt und Weitblick. Dazu tragen wir gerne mit dem IB.SH-JazzAward bei. Ich gratuliere Ilja Ruf herzlich und freue mich sehr, dass wir so einen vielseitigen jungen Künstler mit unserem IB.SH-JazzAward fördern können«, sagt Dr. Michael Adamska, Jurymitglied und Vorstand der IB.SH. 

Der 21-jährige Ilja Ruf besuchte das Ostsee-Gymnasium Timmendorfer Strand, wo er während seiner kompletten Schulzeit in der von Dr. Axel Ster geleiteten OGT-Bigband, erst als Klarinettist und Saxofonist, später als Pianist spielte. Mit dieser Band begannen auch seine ersten Auftritte bei JazzBaltica, u.a mit Nils Landgren. Tourneen führten ihn u.a. nach Kalifornien, Japan, Taiwan und Schweden. Weitere Bigband-Erfahrung sammelte Ilja Ruf als Pianist des LandesJugendJazzorchesters Schleswig-Holstein und der Bigband der Musikhochschule Lübeck, wo er während der Schulzeit bereits Jungstudent war. Im April 2021 erschien das »Ilja_19 acoustic album«, sein Debüt-Album als Komponist, von ihm gesungen und gespielt am Flügel. Er wurde bereits 2017 mit dem Steinway Förderpreis Jazz und dem Konzertpreis der Bundeswehr-Bigband, 2019 mit dem Jazz-Förderpreis des Kulturforums Schleswig-Holstein und 2021 mit dem Lübecker Jazzpreis ausgezeichnet. Ilja Ruf studiert aktuell an der Popakademie Baden-Württemberg Singing/Songwriting.

»Ilja ist nicht nur Jazz-, sondern auch Klassikpianist, sein Spiel ist grenzüberschreitend. Da treffen McCoy Tyner und Chick Corea auf Tschaikowski. Er hat zwei sehr unabhängige Hände, ist solistisch sehr flüssig und kreativ, sein Spiel swingt locker und klingt in jedem Jazzkontext überzeugend und souverän«, sagt Nils Landgren.

Der Preisträger selbst freut sich über die Auszeichnung: »Der IB.SH-JazzAward bedeutet mir sehr viel! Seit meinem elften Lebensjahr habe ich mit meiner Schulbigband, der Bigband des OGT, bei JazzBaltica gespielt. So habe ich Nils kennengelernt und es war eine große Ehre, mit ihm zusammen zu spielen. Ich erinnere mich auch daran, wie ich während des Festivals nach der Schule ständig verschwitzt zwischen Niendorf und Scharbeutz hin und her geradelt bin, um zu Hause zu essen, das nächste Konzert mit den unglaublich tollen Musikerinnen und Musikern nicht zu verpassen und dann wieder nach Hause zu fahren, um mich voller Inspiration ans Klavier zu setzen. JazzBaltica ist quasi Heimat – dementsprechend große Emotionen stecken für mich in diesem Award.«, so Ilja Ruf.

Die fünfköpfige Jury besteht neben Dr. Michael Adamska und Nils Landgren außerdem aus Angela Ballhorn (Jazzthetik), Stefan Gerdes (NDR) und Arvid Maltzahn (Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz Schleswig-Holstein). In den letzten Jahren ging der Preis unter anderem an Keno Harriehausen, Vincent Niessen, David Grabowski, Anna-Lena Schnabel und Lisa-Rebecca Wulff. Der IB.SH-JazzAward ist nur ein Teilaspekt der langjährigen Partnerschaft zwischen der Investitionsbank Schleswig-Holstein und JazzBaltica. Seit 2004 unterstützt die IB.SH das Festival als Hauptsponsor – denn Finanzierungs- und Planungssicherheit sind Voraussetzung für das konstant hohe künstlerische Niveau des Festivals.

Die Preisübergabe findet im Rahmen von JB 1 am Freitag, 24. Juni ab 18 Uhr auf der Maritim MainStage statt. Als Pianist ist Ilja Ruf bereits am Donnerstag, 23. Juni um 22:30 Uhr beim upptakt im JazzClub zu erleben. Er tritt in Trio-Besetzung gemeinsam mit Niklas Müller (Bass) und Hannes Pries (Schlagzeug) auf.

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