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Das hr-Sinfonieorchester. Bild: Ben Knabe
Das hr-Sinfonieorchester. Bild: Ben Knabe

Die Hessen und ihre Gäste

Alain Altinoglu möchte in der Saison 2022/23 gern "einen Hauch Frankreich nach Frankfurt und Hessen bringen". Seit 2021 ist der Franzose Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt.

"Wir freuen uns auf eine Spielzeit, in der wir unserem Publikum wieder ganz nah kommen und es mit unseren Programmen begeistern können", sagt Orchestermanager Michael Traub. "Alain wird mit dem Europa Open Air den Saisonauftakt zu einem besonderen Ereignis machen. Zu diesem "Neustart" laden wir wieder alle musikbegeisterten Menschen der Region herzlich ein", so Traub weiter. "Artist in Residence" der kommenden Saison wird der österreichische Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian.

Nach drei Jahren kommt Alain Altinoglu im August wieder zurück an den Main: "Mein Einstieg in die Stadt Frankfurt und bei den wunderbaren Musikerinnen und Musikern dieses großartigen Orchesters war 2019 wahrscheinlich der beste, den man sich wünschen konnte, direkt am Ufer des Mains beim Europa Open Air. Vergangenes Jahr konnten wir trotz der Herausforderungen der Pandemie das Publikum mit zwei kleinen Pop-up-Konzerten in der Stadt überraschen und die Menschen direkt erreichen. Ich freue mich auf die neue Saison, in der wir weltbekannte Künstlerinnen und Künstler, darunter Emmanuel Tjeknavorian als "Artist in Residence", mit spannenden Programmen nach Frankfurt und Hessen bringen und das Orchester auf Tournee in einigen der renommiertesten Musikzentren Europas präsentieren werden. Besonders freue ich mich auch auf ein für mich neues Format des hr-Sinfonieorchesters, wie zum Beispiel unser Spotlight-Konzert, und die Möglichkeiten, unser Publikum noch enger an uns zu binden: Ich heiße es bei all unseren Konzerten herzlich willkommen." Seine Rolle sieht der in Paris geborene Dirigent darin, sich mit der gesamten Repertoire-Breite der Orchestermusik auseinanderzusetzen und dabei seine eigene Klangvorstellung und Interpretation einzubringen. "Aber ich möchte auch die Identität und Tradition des großen Orchesters, die wir bereits haben, erhalten."

Das erste hr-Sinfoniekonzert im September präsentiert Alain Altinoglu in der Alten Oper Frankfurt. Zu diesem Konzertabend hat er sich den Pianisten Evgeny Kissin eingeladen, der eines der wohl imposantesten Klavierkonzerte überhaupt präsentieren wird: das dritte von Rachmaninow. Weitere Konzerte mit Altinoglu bereichern unter anderem die Gastsolistinnen und Gastsolisten Emmanuel Tjeknavorian, Hilary Hahn sowie die Brüder Lucas und Arthur Jussen. Werke wie "Amériques" von Edgard Varèse oder die lange Nacht, die dem 100. Geburtstag von György Ligeti gewidmet ist, stehen für prägnante Kontraste im Saisonprogramm. Einen Schwerpunkt dieser Saison, der lange vor dem aktuellen Kriegsgeschehen in Europa geplant wurde, bildet das frühe Werk von Dmitrij Schostakowitsch. Altinoglu stellt drei Anforderungen an sein Orchester für die Interpretation der Musik des wohl bekanntesten Sinfonikers des 20. Jahrhunderts, die auch in den kommenden Spielzeiten eine Rolle spielen werden: "Schostakowitsch erfordert ein kraftvolles, scharfes, schneidendes Spiel, bei dem man sich traut, an die Grenzen der instrumentalen Möglichkeiten zu gehen."

"Unser Ziel ist es, unserem Publikum nun wieder in gewohnter Weise musikalisch zu begegnen und unsere Leidenschaft für Musik zu teilen", sagt Orchestermanager Michael Traub. Deshalb publiziert das Orchester jetzt auch wieder eine komplette Saison, und die bis dato ruhenden Abonnements werden wieder aufgenommen. "Aber wir haben einige Lehren aus der Corona-Pandemie gezogen und machen nicht einfach so weiter wie 2019", verspricht Traub. "Wir haben uns in der Zwischenzeit neue Abo-Strukturen überlegt, die wir nun etablieren wollen. Dazu gehören zeitgemäße kleinere Abo-Pakete von vier, fünf und sieben Konzerten genauso wie neue Konzertformate wie "Quick & Classy", bei denen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer im hr-Sendesaal von der Qualität unserer Musikerinnen und Musiker in einem kompakten Programm überzeugen können. Und wir bieten unser Donnerstags-Konzert in der Alten Oper wie auch im hr-Sendesaal zukünftig zu einer früheren Anfangszeit an, um 19 Uhr. Damit kommen wir einem vielfach geäußerten Publikumswunsch entgegen. Und die gute Nachricht für alle Klassikfans: Die Preise bleiben stabil."

Chefdirigent Alain Altinoglu wird insgesamt sechs hr-Sinfoniekonzert-Programme dirigieren. Als Gastdirigenten und Gastdirigentinnen sind Marie Jacquot, Václav Luks, Ivan Repušić und Tarmo Peltokoski sowie Constantinos Carydis und Jukka-Pekka Saraste eingeladen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit den beiden ehemaligen Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada und Hugh Wolff, der unter anderem zu einem besonderen "Spotlight"-Konzert in den Weltraum einladen wird. Als international renommierte Solistinnen und Solisten begrüßt das hr-Sinfonieorchester neben seinem "Artist in Residence" Emmanuel Tjeknavorian unter anderen auch Seong-Jin Cho, Mahan Esfahani, Carolin Widmann, Martin Grubinger,Simone Lamsma, Regula Mühlemann sowie den Nachwuchs-Cellisten Victor Julien-Laferrière. Aus den eigenen Reihen präsentieren sich Solo-Fagottist Theo Plath und Konzertmeister Ulrich Edelmann in der neuen "Quick & Classy"-Konzertreihe sowie Solo-Hornist Marc Gruber beim Klang-Raum-Konzert "Ligeti 100" in der Alten Oper Frankfurt.

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