Ich sehe was, was du nicht siehst. Thomas Hampson unterrichtet. Bild: Nico Rademacher
Ich sehe was, was du nicht siehst. Thomas Hampson unterrichtet. Bild: Nico Rademacher

Neues Heidelberger Lied-Festival

Das neue Liedfestival „Neuland.Lied“ in Heidelberg startet in knapp zwei Wochen.

Was seit 2016 als Schwerpunkt im Heidelberger Frühling beheimatet war, wird nun zum eigenständigen Liedfestival im Frühsommer. In neun Tagen von 11. bis 19. Juni 2022 findet die erste Ausgabe von „Neuland.Lied“ mit 23 Veranstaltungen rund um das Lied in sechs Spielstätten statt. Darunter sind auch öffentliche Meisterklassen der Lied Akademie mit ihrem Künstlerischen Leiter Thomas Hampson und die Premiere eines Liedtheaters über Stefan Zweig mit Mitgliedern des Wiener Burgtheaters. Festivalorte sind neben den Aulen der Universität Heidelberg oder dem Dezernat 16 das weitestgehend ungenutzte Wilson-Theater auf dem ehemaligen US-Hospital-Gelände im Süden Heidelbergs.

Die Kernaufgabe des neuen Liedfestivals „Neuland.Lied“ ist es, die Welt des Liedes neu zu vermessen und sie mit aktuellen Themen der Gegenwart zu verbinden, indem die Darstellungsformen des Liedes weitergedacht und neu entdeckt werden. Neben theatralen Formaten wie dem Liedtheater „Saudade Zweig“ oder inszenierten Liederabenden kommen etwa ein Kunstlied-SLAM, Lied.LABs oder Lieder in anderen Klanggenres wie Jazz oder im Singer-Songwriter-Stil auf die Bühne. Nach fünf Festivalkonzerten findet der „Nachklang“ statt – ein moderiertes Nachgespräch mit den Künstler*innen des Abends.

Zu Gast sind Künstler wie Anna Lucia Richter, Christian Elsner, Marlis Petersen, Simon Bode, Ema Nikolovska, Konstantin Ingenpaß, Katharina Konradi, The Erlkings, das Trio Kronthaler oder die Oslo Sinfonietta mit Eivind Buene und Tora Augestad.

In öffentlichen Meisterklassen mit Thomas Hampson und weiteren Dozenten und in zwei Konzerten präsentiert sich der aktuelle Stipendiatenjahrgang der Lied Akademie mit 12 jungen Sänger und Pianisten dem Festivalpublikum. Zwei Meisterklassen werden per Livestream auf Facebook und der Website des Festivals gesendet. Für Schüler und Studierende sind alle Veranstaltungen der Lied Akademie bei freiem Eintritt.

Mezzosopranistin Anna Lucia Richter und Pianist Ammiel Bushakevitz, die am 11. Juni mit ihrem Programm „Licht!“ im Rahmen des Festivals auftreten, bereichern die Lied Akademie mit einem Liedinterpretations-Workshop. Dieser kann von Mitgliedern des Freundeskreises des Heidelberger Frühling besucht werden.

Die Universität Heidelberg als wichtiger Partner des Festivals öffnet als Spielstätten die Aula der Neuen und die Aula der Alten Universität. Ergänzend dazu findet Neuland.Lied eine Heimat im Dezernat 16 als Zentrum der Kreativwirtschaft Heidelbergs, im Alten Saal des Theaters Heidelberg oder im Wilson-Theater auf der Konversionsfläche US-Hospital im Süden der Stadt, das nach langem Leerstand wieder bespielt wird.

Gefördert wird das Liedfestival „Neuland.Lied“ durch die Klaus Tschira Stiftung, die mit dem Aufbau des Internationalen Liedzentrums Heidelberg auch die Realisierung von Neuland.Lied ermöglicht. Förderer sind außerdem die Art Mentor Foundation Lucerne und die Baden-Württemberg-Stiftung. Engagierte private Mäzene sind Frau Adelheid Guenther und Heide und Dr. Uwe Schroeder-Wildberg.

Der Europäische Hof Heidelberg wird als Künstlerhotel zu einem zentralen Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland. Das Liedfestival „Neuland.Lied“ ist ein Projekt des 2016 vom Heidelberger Frühling gegründeten Internationalen Liedzentrums Heidelberg.

www.heidelberger-fruehling.de

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